Paris  Louvre-Chefin spricht über möglichen Umzug der Mona Lisa

AFP User, Lorena Dreusicke
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Von AFP User, Lorena Dreusicke
| 27.04.2024 18:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Leonardo Da Vincis „Mona Lisa“ zieht täglich tausende Besucher in den Louvre. Foto: AFP
Leonardo Da Vincis „Mona Lisa“ zieht täglich tausende Besucher in den Louvre. Foto: AFP
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Das meistbesuchte Kunstwerk der Welt soll umziehen, um den Menschenmassen gerecht zu werden, die davor ein Selfie machen wollen. Was die Museumsleitung vorhat.

Ein Einzelzimmer für die Mona Lisa – für diesen Vorschlag macht sich die Chefin des Pariser Louvre-Museums, Laurence Des Cars, stark. „Was mich betrifft, lautet die Antwort ‚ja‘ und ich denke, dass sie bei vielen anderen Menschen auch ‚ja‘ lautet und wir denken darüber nach“, antwortete Des Cars am Samstag dem Sender France Inter auf die Frage, ob das Meisterwerk von Leonardo da Vinci einen eigenen Saal erhalten sollte.

Es sei „immer frustrierend“, wenn die Bedingungen für die Präsentation eines Kunstwerks nicht ideal seien, sagte Des Cars. Dies sei derzeit bei der Mona Lisa der Fall. Daher „denken wir in Abstimmung mit dem Kulturministerium über diese Verbesserung nach, die mir heute notwendig erscheint“, fügte die Museumschefin hinzu.

Konkret sollen im Untergeschoss zwei neue Räume entstehen. Die geschätzten 500 Millionen Euro Baukosten könnten allerdings das Projekt zum Scheitern verurteilen, angesichts der Kulturbudget-Kürzungen der Regierung. Des Cars gibt sich dennoch zuversichtlich: „Wir müssen den Status des Gemäldes als globale Ikone akzeptieren, auf die wir keinen Einfluss haben.“

Die Mona Lisa ist das berühmteste Porträt der Welt. Laut Des Cars versäumen 80 Prozent der jährlich fast neun Millionen Louvre-Besucher es nicht, sich das Bild anzusehen. Jeden Tag stellten sich also mehr als 20.000 Besucher vor die Mona Lisa und machten dort Selfies mit ihren Handys.

Das Gemälde hängt, von Panzerglas geschützt, im Salle des Etats, dem größten Saal des Louvre, in dem auch das größte Bild des Museums, „Die Hochzeit zu Kana“ von Paolo Veronese, hängt. Außerdem werden weitere Werke venezianischer Meister aus dem 16. Jahrhundert gezeigt.

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