Versorgung in Ostfriesland  Diese junge Frau leitet den neuen Sanitätsdienst in Uplengen

Rieke Heinig
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Von Rieke Heinig
| 25.04.2024 18:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Anja Schmidt ist 26 Jahre alt und leitet die Medic-Serv-Gruppe in Uplengen. Foto: Heinig
Anja Schmidt ist 26 Jahre alt und leitet die Medic-Serv-Gruppe in Uplengen. Foto: Heinig
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Anja Schmidt ist 26 Jahre alt und leitet die Ortsgruppe eines neuen Sanitätsdienstes in Uplengen. Mit ihrem Team begleitet sie schon bald große Veranstaltungen in der Gemeinde.

Uplengen - Anja Schmidt aus Uplengen ist eigentlich gelernte Kauffrau im Einzelhandel. Nun leitet die 26-Jährige ehrenamtlich die Ortsgruppe eines neuen Sanitätsdienstes in der Gemeinde: dem Verein Medic Serv – Medizinischer und Sozialer Service aus Friesoythe. Seit dessen Gründung 2021, erzählt der Erste Vorsitzende Mica Fohrmann, habe der Sanitätsdienst schon eine ganze Reihe an Veranstaltungen im Landkreis Leer begleitet und bietet darüber hinaus kostenlose Erste-Hilfe-Kurse an.

„Jedes unserer Mitglieder hat schon mindestens ein Leben gerettet“, sagt der Rettungsassistent mit langjähriger Erfahrung im Rettungsdienst und Katastrophenschutz. Mit der neuen Ortsgruppe in Uplengen wolle man jetzt eine Lücke in der Region schließen. „Wir sehen uns aber nicht als Konkurrenz zu DRK und Co., sondern als Ergänzung“, betont er.

Bürgermeister Heinz Trauernicht (von links) begrüßte den Sanitätsdienst in Uplengen. Bei der Vorstellung mit dabei waren Robin Janßen (Kassenwart), Anja Schmidt (Gruppenleiterin Uplengen), Mica Fohrmann (Erster Vorsitzender) und Klaus Hempen (Zweiter Vorsitzender). Foto: Heinig
Bürgermeister Heinz Trauernicht (von links) begrüßte den Sanitätsdienst in Uplengen. Bei der Vorstellung mit dabei waren Robin Janßen (Kassenwart), Anja Schmidt (Gruppenleiterin Uplengen), Mica Fohrmann (Erster Vorsitzender) und Klaus Hempen (Zweiter Vorsitzender). Foto: Heinig

Wie die junge Mutter aus Uplengen zum Verein kam

Anja Schmidt selbst ist seit gut einem Jahr Helferin im Sanitätsdienst bei Medic Serv. „Ich war ehrenamtlich im Reitverein Filsum“, erzählt sie. Bei einer größeren Veranstaltung sei dort Anfang 2023 kurzfristig der Sanitätsdienst ausgefallen, das Team von Medic Serv konnte einspringen. „Da bin ich mit ihnen in Kontakt gekommen und die Chemie hat von Anfang an gestimmt“, so die 26-Jährige. Schon lange habe sich für die Arbeit von Sanitätern interessiert, „es hat sich aber bis dahin nie ergeben“, sagt Schmidt.

Sie trat in den Verein ein, machte eine entsprechende Ausbildung und etablierte sich schnell in der Gruppe. Auf die Dienste, die nun als Ortsgruppenleiterin auf die junge Frau zukommen, freue sie sich schon. „Ich habe einen zwei Jahre alten Sohn. Die Dienste am Wochenende sind da wie Urlaub“, scherzt sie. Zurzeit bestehe das Uplengener Team aus fünf Mitgliedern. „Die Zusammenarbeit ist toll. Ich wurde super gut aufgenommen, wir sind wie eine Familie“, findet Schmidt.

Sanitätsdienst beim Frühlingsmarkt in Remels

Erste Anfragen für größere Veranstaltungen liegen den Sanitätern auch schon vor: „Wir wurden gefragt, ob wir den Sanitätsdienst beim Frühlingsmarkt in Remels übernehmen“, sagt Fohrmann.

Für den Herbstmarkt sei der Sanitätsdienst ebenfalls schon angefragt worden. Obwohl die Ortsgruppe aus Freiwilligen besteht, müssten diese Einsätze bezahlt werden: „Wir nehmen für dafür in der Regel einen kleinen Obolus. Wir suchen aber auch Fördermitglieder“, so Fohrmann.

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