Zweites Derby in fünf Tagen Germania Leer gewinnt auch das Rückspiel gegen TuRa 07
Nach 2:0 am Mittwoch siegte der Bezirksliga-Titelanwärter nun mit 3:0 am Sonntag. Die zweite Halbzeit war eine klare Angelegenheit. Am Mittwoch steht das große Topspiel in Bunde an.
Westrhauderfehn - Fußball-Bezirksligist TuRa 07 Westrhauderfehn verlor auch das zweite Derby innerhalb der der letzten fünf Tage gegen Germania Leer. Nach dem 0:2 am Mittwoch in Leer unterlagen die Fehntjer dem Tabellenzweiten aus der Kreisstadt nun mit 0:3. Damit geht das Team von Trainer Erhan Colak nun gut gerüstet in das Spitzenduell beim Tabellenführer TV Bunde am Mittwochabend.
Bis zur Halbzeit sahen rund 200 Zuschauer eine weitgehend ausgeglichene Partie, in der die Gäste zwar spielerische und technische Vorteile hatten, den die Platzherren aber mit viel Einsatz und Laufarbeit wettmachten. Nachdem Nick Kaßmann, der in der 35. Minute auch schon den ersten Treffer erzielt hatte, fünf Minuten nach Wiederanpfiff mit einem Distanzschuss zum 0:2 traf, ließ der Elan der Hausherren merklich nach. „Das war in der zweiten Halbzeit eine eindeutige Angelegenheit“, stellte dann auch TuRas Coach Stefan Brelage nach Spielschluss fest. „Bis zum zweiten Gegentreffer haben wir gut gegengehalten, waren aber insgesamt im Angriff nicht durchschlagskräftig genug und haben nach dem zweiten Gegentreffer den Elan vermissen lassen.“
Gäste beim 1:0 handlungsschneller
Die erste Chance verbuchte Germania in der siebten Minute. Nach einem Eckball des Ex-Turaners Diamant Dreshaj konnten seine Mitspieler eine Unordnung in der Fehntjer aber nicht nutzen und Keeper Hendrik Gossmann im letzten Moment klären. Auf der Gegenseite verpasste Timo Mansholt das 1:0. Nach einer Balleroberung in der Leeraner Hälfte setzte sich Marc Schulte energisch durch, passte auf Mansholt, doch der schoss aus zwölf Metern in die Arme des Leeraner Torhüters Lucian Cebotari.
Spieldaten
Westrhauderfehn: Gossmann, H. Meyer, Schütte, Möhlmann, Malchus (77. Bohlen), Weber (74. J. Meyer), Marc Schulte, Janßen (63. Jauken), J. Marks (56. Weßling), Wendt (46. Douwes).
Leer: Cebotari, Gaiu (83. Sidiqy), Saracoglu, Ichim, Dreshaj (60. Martian), O. Janssen, Kaßmann , Cesnocov Gliga, Carmanov (58. Gherman), Graur (71. H. Janssen).
Tore: 0:1/0:2 Kaßmann (35./50.), 0:3 Gherman (67.).
Bei dem nicht unverdienten Führungstreffer agierten die Gäste handlungsschneller. Einen Freistoß an der Außenlinie spielte Eugeniu Gliga vertikal auf Valeriu Gaiu, der spielte das Leder direkt in den Strafraum, wo Kaßmann schnell reagierte und Gossmann aus sechs Metern keine Abwehrchance ließ. Drei Minuten vor dem Seitenwechsel setzte sich Dreshaj gegen zwei Abwehrspieler durch, zog den Ball aber aus 14 Metern über die Querlatte.
Das sagt Erhan Colak
In der 49. Minute parierte Cebotari einen Distanzschuss von Jonte Marks mit einer tollen Parade, hielt auch den Nachschuss von Onno Janßen und leitete schnell den Gegenangriff ein. Kassmann fasste sich ein Herz, zog aus 20 Metern ab und der Ball landete unhaltbar zum 0:2 im langen Eck.
Die Gastgeber wirkten geschockt und überließen den Leeranern das Spielgeschehen. In der 55. Minute scheiterte Dreshaj an Gossmann, in der 67. Minute staubte der eingewechselte Pitr Ghermann zum 0:3 ab, nachdem er zuvor der Innenpfosten getroffen hatte. Der ebenfalls eingewechselte Viktor Martian traf in der 73. Minute noch aus spitzem Winkel die Unterkante der Querlatte.
In der Schlussphase berappelten sich die Gastgeber noch einmal, doch der Ehrentreffer blieb ihnen verwehrt.
Germanias Coach Erhan Colak sprach von einem verdienten Sieg. „Wir haben gegen gut aufspielende Gastgeber nicht optimal begonnen, hatten aber nach dem 2:0 alles im Griff“, so Colak.