Hamburg „Hey Lidl, mehr Tierschutz!“: Deutsche Promis unterstützten Kampagne gegen Discounter
Massentierhaltung und Tierquälerei sind zwei Begriffe, die eng mit dem Bild von Billigfleisch in Discountern verknüpft sind. Gegen Lidl regt sich deshalb nun Widerstand. Eine Stiftung hat eine Petition gestartet, die gerade dank deutscher Stars an Aufmerksamkeit gewinnt.
Europaweit formiert sich ein immer größer werdender Protest gegen den Discounter Lidl, wie es auf der Seite der „Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt“ heißt. Es geht um das Hühnerfleisch, das der Lebensmittelmarkt verkauft – und die Tierquälerei, die damit verbunden sein soll.
Die Tierschutzorganisation, die sich vor allem für die Abschaffung der Massentierhaltung einsetzt, hat eine Petition ins Leben gerufen, die Europas größte Discounter-Kette zu mehr Tierschutz aufruft. Bis Mittwochabend haben sie 563.000 Menschen unterzeichnet – darunter auch zahlreiche deutsche Promis.
In einem zur Kampagne „Hey Lidl, mehr Tierschutz!“ gehörenden Video äußern sich unter anderem die Schauspieler Katja Riemann, Ursula Karven und Martin Brambach, stellen dem Discounter Fragen und Forderungen. So heißt es etwa: „Warum verkauft ihr weiterhin Hühner, die ihr Leben lang extrem leiden müssen? Warum weigert ihr euch, dafür Verantwortung zu übernehmen?“
Eine Forderung: der europäischen Masthuhn-Initiative beizutreten, die von Tierschutzorganisationen ins Leben gerufen wurde und an der sich inzwischen rund 600 Unternehmen weltweit beteiligen. In Deutschland haben sich unter anderem Aldi, Globus, Tegut, Norma und Bünting, zu denen Famila gehört, angeschlossen. Lidl hingegen lehnt das bislang ab.
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