Coach bleibt bei TuRa 07 Westrhauderfehn Michael Zuidema und seine neue Freude als Fußballtrainer
Der 41-Jährige hat wie sein Trainerteam für die kommende Saison zugesagt. Der erfahrene Coach erzählt, warum er TuRa damals erst absagte und was er über ein mögliches Ziel Landesliga denkt.
Rhauderfehn - Die Beziehung von Michael Zuidema mit TuRa 07 Westrhauderfehn begann mit einem „Nein“. „Die erste Anfrage damals hatte ich abgelehnt. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt etwas die Lust am Fußball verloren“, erzählt der 41-Jährige. Doch TuRa blieb „hartnäckig“ und konnte den langjährigen Coach von Germania Leer, damals vereinslos, doch überzeugen. So stellte der Fußball-Bezirksligist den in Moormerland lebenden Zuidema vor fast genau einem Jahr als Trainer für die Saison 2023/2024 vor. Zwölf Monate später verkündet TuRa nun die Vertragsverlängerung, die diesmal ohne großes Überlegen vonstatten ging. „Ich habe große Freude mit der Mannschaft und in diesem Verein. Meine Lust am Trainersein ist längst wieder da.“
In einem traditionell ruhigen Umfeld und gut funktionierenden Verein kann sich der Familienvater ganz auf die Traineraufgaben konzentrieren. Das weiß er ebenso zu schätzen wie der Verein die Arbeit des Trainers und seines Teams. „Wir sind sehr zufrieden, und freuen uns, dass Michael an Bord bleibt“, erklärt Frank Bohlmann, der mit Matthias Schulte den Fußballvorstand anführt. Auch Co-Trainer Sigurd de Buhr bleibt an Bord, ebenso Torwarttrainer Harry Drent. Mit Erwin Bloem kommt ein weiterer Betreuer hinzu.
Blick Richtung Landesliga?
Die Entwicklung bei TuRa stimmt, findet Michael Zuidema. Im Sommer wurde ein neues Team geformt, auch einige talentierte Spieler aus der U23 (Ostfrieslandliga) hochgezogen und eingebaut. Ebenso externe Neuzugänge und auch manch schon gestandener Spieler. Die Zwischenbilanz mit Platz fünf und nur drei Niederlagen in 15 Spielen passt zum damals erklärten Ziel, oben mitspielen zu wollen. Im Bezirkspokal steht TuRa zudem im Viertelfinale. „Das alles muss erst zusammenwachsen, wir alle mussten uns finden und kennenlernen“, sagt Zuidema. Wenn der Kader nicht groß verändert werde, wovon derzeit auszugehen ist, habe man vor der nächsten Saison schon ein ganz anderes Fundament.
Der ambitionierte Trainer, der auch Germania Leer schon in die Landesliga geführt hatte, sieht sich mit seinem Team deshalb aber noch lange nicht als klarer Aufstiegsaspirant. „Das muss alles passen, alles muss auch entsprechend mitwachsen, auch im Verein. Wir sind in der Bezirksliga derzeit gut aufgehoben.“ Doch mittelfristig könnte auch die Landesliga angepeilt werden.
Schon mehr als 20 Jahre Trainer
„Das hängt auch immer davon ab, wie sich Spieler entwickeln“, sagt Zuidema, der schon seit mehr als 20 Jahren als Trainer aktiv ist. „Man wird ruhiger mit den Jahren. Es hat sich auch manches verändert. Ein Trainer hat eine hohe soziale Verantwortung mit all den jungen Spielern. Da gibt es ganz unterschiedliche Typen.“
Als Bezirksliga-Spieler in Warsingsfehn begann er mit Anfang 20 schon eine F-Jugend bei seinem Heimatverein SV Ems Jemgum zu coachen. Ein Kreuzbandriss und die Folgen ließen seine Spielerlaufbahn früh enden und gleichzeitig seine Trainertätigkeit intensiver werden. Irgendwann folgte der Wechsel in den Nachwuchs von Germania Leer. „Es begann mit einer D-Jugend“, erinnert sich der 41-Jährige. Mit dem Nachwuchs des JFV Leer feierte er in den folgenden Jahren zahlreiche Erfolge. Etliche Spieler wie Marek Janssen (SV Meppen), Lukas Koets (BW Papenburg) oder Janek de Buhr (wieder TuRa 07) gingen aus der Talentschmiede hervor.
Bitteres Ende bei Germania
2016 wurde er dann auch Trainer der 1. Herren von Germania Leer. Nach einigen Querelen im Verein folgte im Frühling 2022 das Ende der langen Partnerschaft. Danach brauchte der Familienvater (Tochter Hannah ist 2 1/2 Jahre) erstmal eine Pause.
Es gab in der Folge einige Anfragen. Die von TuRa 07 nahm der große Werder-Fan dann nach einem ersten „Nein“ dann doch an. „Ich habe es nicht bereut und freue mich, bei TuRa 07 den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.“