Täter schlugen in Rhauderfehn zu  Einbrüche auf Bauhof – das beschäftigt die Mitarbeiter

| | 13.03.2024 06:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Frank Kappernagel leitet den Bauhof in Rhauderfehn, in den erneut eingebrochen worden ist. Das Foto ist nach dem Einbruch im Januar entstanden. Foto: Cordes
Frank Kappernagel leitet den Bauhof in Rhauderfehn, in den erneut eingebrochen worden ist. Das Foto ist nach dem Einbruch im Januar entstanden. Foto: Cordes
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Zum dritten Mal wurde auf dem Bauhof Rhauderfehn eingebrochen. Verunsicherung und hoher Schaden – wie der Bauhofleiter und sein Team mit dem Problem vorgehen wollen. Wie geht es den Mitarbeitern?

Rhaudermoor - „Wir wissen nicht, wie wir uns verhalten sollen“, sagt Frank Kappernagel. Er ist Leiter des Bauhofes der Gemeinde Rhauderfehn und in den ist vergangene Woche schon zum dritten Mal innerhalb der vergangenen zwei Jahre eingebrochen worden.

Dieses Mal beträgt der Schaden mehr als 7000 Euro. So viel sind allein die entwendeten Geräte wert, die die unbekannten Täter mitgenommen haben: drei Hochentaster – das sind Kettensägen an langen Stangen – und zwei große Laubbläser.

Dieselben Täter wie im Januar?

„Das waren vermutlich die vom letzten Mal“, sagt Kappernagel. Damals, im Januar 2024, verschafften sich die unbekannten Täter Zugang durch den Zaun und ein eingeschlagenes Fenster. „Die Vorgehensweise war gleich“, sagt der Bauhofchef. Das lege seinen Verdacht nahe - zumal die großen Hochentaster nicht in jedes Autopassen würden. Dabei handelt es sich um etwa drei Meter lange Stange, die am einen Ende einen Motor und am anderen eine Säge haben.

Deshalb hätten die Täter sie vielleicht im Januar liegenlassen und seien nun in einem größeren Fahrzeug wiedergekommen – mit einem Transporter oder einem Bulli. Aber das sei nur eine Vermutung, so Kappernagel. Einer der beiden Laubbläser sei gerade erst angeschafft worden, als Ersatz für einen, der im Januar gestohlen worden war. Kappernagel hat noch eine weitere Vermutung: Die Verbrecher seien vermutlich gestört worden. Denn direkt neben dem eingeschlagenen Fenster sei ein weiterer Laubläser liegengeblieben. Außerdem wurde nur einer von drei Gerätespints aufgebrochen, die beiden daneben wurde nicht angerührt. Gegen 5.30 Uhr seien zwei Mitarbeiter wegen des Winterdienstes auf dem Gelände gewesen. „Wenn das Tor aufgeht, macht das ordentlich Lärm“, sagt Kappernagel. Das könne die Täter verschreckt haben. Gesehen hätten die beiden Kollegen aber nichts.

Bauhöfe im Visier von Verbrechern

Der Bauhof in Rhauderfehn ist nicht der einzige, der in jüngster Zeit von Einbrechern heimgesucht wurde. Das zeigt ein Blick in die Pressemitteilungen der Polizei. Im März 2022 etwa wurde aus dem Bauhof in Bunde Werkzeuge, darunter auch Laubbläser und Kettensägen gestohlen. Ebenfalls im März 2022 ist auch ein Einbruch in die Fahrzeughalle des Bauhofes der Gemeinde Moormerland verzeichnet. Dort wurden Werkzeuge aus den Fahrzeugen gestohlen. Auch damals nahmen die Täter das Gelände in Rhaudermoor ins Visier.

Jetzt will Kappernagel gemeinsam mit seinen Mitarbeitern und den Kollegen vom Rathaus über weitere Sicherheitsmaßnahmen diskutieren und diese auch umsetzten. Schon nach der Tat, die sich über das erste Januarwochenende 2024 ereignete, wurde die Sicherheit erhöht. Kleinere aber wertvollere Werkzeuge wurden zusätzlich weggesperrt. „Sonst hätten sie vermutlich mehr mitgenommen.“

Wie Werkzeuge gesichert werden können

Jetzt seien Überwachungskameras, GPS-Überwachung, Alarmanlagen oder sogar Käfige, in denen sie das Werkzeug lagern können, im Gespräch, zählt der Bauhofleiter auf. Das alles sei aber auch mit Aufwand und Kosten verbunden. Offen sei auch noch, ob weitere Vorschriften durch die Versicherung kommen würden. Immerhin: Die trägt den Schaden des Einbruchs vom Januar. Der wurde damals auf 10.000 bis 15.000 Euro geschätzt.

Aber es geht nicht nur um den finanziellen Schaden, sagt Kappernagel. Wenn Kollegen nachts zum Bereitschaftsdienst ausrücken, würden sie sich mehrfach umsehen. Man wisse ja nicht, wem man dort begegne. „Das ist ein blödes Gefühl. Das ist keine schöne Situation“, sagt Kappernagel.

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