Fehlende Kita-Plätze  Scharreler Eltern weiterhin unzufrieden

Hans Passmann
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Von Hans Passmann
| 12.03.2024 16:19 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der katholische Kindergarten „Unterm Regenbogen“ in Scharrel hat nicht für alle Kinder am Ort ausreichend Plätze. Scharreler Eltern sind besorgt, dass die Betreuung ihrer Kleinen nicht wohnortnah sichergestellt werden kann. Foto: Passmann
Der katholische Kindergarten „Unterm Regenbogen“ in Scharrel hat nicht für alle Kinder am Ort ausreichend Plätze. Scharreler Eltern sind besorgt, dass die Betreuung ihrer Kleinen nicht wohnortnah sichergestellt werden kann. Foto: Passmann
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Im August 2023 gab es in Scharrel 30 Kita-Plätze zu wenig. Die Gemeinde Saterland versprach, Abhilfe zu schaffen. Doch das ist nicht so einfach. Jetzt fragten Scharreler Eltern nach dem Sachstand.

Ramsloh - In Scharrel fehlen weiter Kindergarten- und Krippenplätze. Zu Beginn des Kindergartenjahres im August 2023 waren es 30 Kita-Plätze zu wenig gewesen.

Diesen Missstand nahm jetzt eine Gruppe junger Eltern aus Scharrel zum Anlass, um in der Einwohnerfragestunde der Ratssitzung, der am Montag, 11. März 2024, im Sitzungssaal des Rathauses tagte, Saterlands Bürgermeister Thomas Otto nach dem Stand der Dinge zu fragen.

Container wären zu teuer

Im Vorfeld hatten die Elternvertreter dem Saterländer Verwaltungschef einen Fragenkatalog zugestellt. Diesen stellte der Sprecher der Elterngruppe, André Benkens, den Ratsmitgliedern noch einmal vor. Und Bürgermeister Otto bezog Stellung: „Die Verwaltung ist bereits seit einigen Monaten damit beschäftigt, entsprechende Räume zu suchen. Wir sehen auch die Problematik in Scharrel. Schon im vergangenen Jahr fehlten Kita-Plätze. Das Obergeschoss der Kita „Unterm Regenbogen“ soll ausgebaut werden. Das Geld dafür ist in den Haushalt eingestellt. Doch leider fehlt bisher immer noch die Baugenehmigung“, erklärte Otto.

Die Verwaltung hatte an eine Containerlösung gedacht. Doch die wurde wieder verworfen, weil das zu teuer werden würde. Nun solle das ehemalige Müllerhaus genutzt werden, um Platz für den Scharreler Nachwuchs zu schaffen. Rund 450.000 Euro betragen die Kosten für den Ausbau. „Allerdings warten wir auch hier immer noch auf die Baugenehmigung. Der Flaschenhals ist der Landkreis Cloppenburg“, schilderte Otto in der Ratssitzung.

Größtes Problem ist Personalmangel

Nach weiteren Räumen werden sich die Verwaltung nun nicht mehr umschauen, wurde der Verwaltungschef deutlich. Ein Neubau sei nicht im Gespräch.

Otto sprach die Hoffnung aus, dass es zum 1. August mit neuen Plätzen klappen könnte. Das größte Problem jedoch sei eines, das landesweit zu beklagen ist: Es ist die mangelnde Verfügbarkeit des erforderlichen Betreuungspersonals. „An all diesen ‚Baustellen‘ wird intern gearbeitet“, betonte Otto.

Strücklinger Kind muss nach Sedelsberg

„Gegenüber dem vergangenen Jahr hat sich die Lage ein wenig entspannt. Das muss man zugeben. Dennoch fehlen mehr als zehn Kindergartenplätze. Man sollte unserer Situation mehr Priorität geben“, stellte André Beenken fest. „Wir müssen dem Krippenbedarf mehr Rechnung tragen. Da gebe ich Ihnen recht. Auch ein Neubau in Scharrel oder Sedelsberg ist nicht abwegig“, so Bürgermeister Otto.

Kritik gab es von der jungen Mutter Greta Niemeyer aus Strücklingen. Sie habe ihr Kind nicht in Strücklingen anmelden können, sondern musste nach Sedelsberg ausweichen. „Wir könnten noch 21 Kindergartenplätze in Strücklingen schaffen. Aber auch hier fehlt das Personal. Und auch hier ist die katholische Kirche Träger der Einrichtung“, entgegnete Otto.

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