Leeranerin im TV  Zwei neue Folgen „Dingenskirchen“ beim NDR

Nikola Nording
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Von Nikola Nording
| 11.03.2024 21:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ina Jäckel beschäftigt sich vor der TV-Kamera mit den Themen Akzeptanz und Ehrenamt. Foto: Ortgies/Archiv
Ina Jäckel beschäftigt sich vor der TV-Kamera mit den Themen Akzeptanz und Ehrenamt. Foto: Ortgies/Archiv
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Die Leeranerin Ina Jäckel beschäftigt sich in ihrer Sendung mit den Themen Selbstakzeptanz und Ehrenamt. Die Folgen sind jetzt schon abrufbar.

Leer - „Ehrenamt - was bringt mir das?“ und „Wie kann ich mich so annehmen, wie ich bin?“ so lauten die Titel der nächsten zwei Folgen der NDR-Reihe „Dingenskirchen“. Zu sehen sind die beiden Sendungen mit der Leeraner Pastorin Ina Jäckel am Sonntag, 17. März 2024, und am Sonntag, 24. März 2024, jeweils um 16 Uhr im NDR-Fernsehen.

In „Wie kann ich mich so annehmen, wie ich bin?“, einem Film von Gesa Berg, geht Jäckel am 17. März der Frage nach, wie man sich selbst so akzeptiert wie man ist. Sie besucht dazu das Atelier Freistil in Hamburg-Wilhelmsburg. Laut NDR-Pressemitteilung ist es der Arbeitsplatz von 40 künstlerisch begabten Menschen mit Beeinträchtigungen. Je nach Pflegegrad erhalten sie Assistenz. Atelierleiterin Bettina Grevel setzt sich sehr erfolgreich dafür ein, die Kunstwerke sichtbar zu machen, indem sie sie an Kultureinrichtungen vermittelt, direkt oder über eine Galerie verkauft. Wie gehen die Kunstschaffenden mit ihren Beeinträchtigungen um? Wie viel Persönlichkeit steckt in ihren Werken? Und wie glücklich sind sie mit sich und ihrem Leben?

Leeraner Pastorin vor NDR-Kamera

Jäckel begegnet dabei zum Beispiel der Porträtmalerin Nora. Sie studierte im fünften Semester BWL, als ein Motorradunfall sie mit 21 Jahren aus ihrem alten Leben riss. Bis heute hat sie mit den Folgen zu kämpfen. Trotzdem sagt sie: „Die Kunst ist mein Leben und ich bin glücklich hier. Anders glücklich, als ich es ohne den Unfall wäre. Ich war schon immer ein positiver Mensch.“

Die Folge „Ehrenamt – was bringt mir das?“ von Natascha Geier führt Ina Jäckel nach Oldenburg. Sie besucht das DRK-Begegnungszentrum Kaiser 19, ein Treffpunkt für Geflüchtete. Hier arbeiten laut NDR neben fünf Hauptamtlichen rund 80 Freiwillige, geben Deutschunterricht, Nachhilfe, es gibt eine Nähstube, ein Frauencafé, Sportgruppen, eine Fahrradwerkstatt, Kindergruppen und vieles mehr. Das Besondere: Es sind vielfach Menschen, die selbst zuerst als Betroffene den Weg in die Begegnungsstätte fanden.

Einsatz auch in Oldenburg

Ina Jäckel trifft auf Batul Muhamad, Anfang 20, vor vier Jahren aus Syrien geflohen. Sie hat damals auch über Ehrenamtliche Deutsch gelernt. Nun unterrichtet sie selbst und arbeitet in der Jugendgruppe mit, die jeden Freitag im Treffpunkt zusammenkommt. „Es ist ein Geben und Nehmen. Ich habe einmal diese Hilfe angenommen und dann gebe ich die gerne auch noch mal an andere.“

„Zurückgeben, was man selbst bekommen hat“, das hört Ina in diesen Tagen oft. Aber auch andere Motive spielen eine Rolle: gebraucht werden, etwas Sinnvolles tun oder auch einfach Spaß haben. „Ina zumindest hat viel Spaß bei ihrem Besuch, sei es in der Nähstube im Gespräch mit einer ehemaligen Unternehmerin aus Damaskus oder beim Gesichtsyoga. Und auf die Frage nach der Selbstlosigkeit bekommt sie auch handfeste Antworten“, heißt es in der NDR-Mitteilung.

„Dingenskirchen“ ist eine Kooperation zwischen der evangelischen und katholischen Kirche sowie der NDR Redaktion Religion und Gesellschaft. Es wird achtmal im Jahr im NDR Fernsehen ausgestrahlt und ist in der ARD Mediathek abrufbar. Ina Jäckel ist Pastorin in der Petrus- und Friedenskirche in Loga und Kolumnistin dieser Zeitung.

Die Folgen sind hier bereits in der ARD-Mediathek abrufbar.

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