Skeptischer Blick auf Spundwand  Lässt es sich noch sicher am Hafen in Weener spazieren?

Vera Vogt
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Von Vera Vogt
| 11.03.2024 16:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Entlang des Hafenbeckens ist die Holzabdeckung mitgenommen. Foto: SPD Weener
Entlang des Hafenbeckens ist die Holzabdeckung mitgenommen. Foto: SPD Weener
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Seit Jahren sucht man in Weener nach einer Lösung für die kaputten Spundwandabdeckungen am Hafen. Derzeit wird die Lage skeptisch gesehen.

Weener - Der Alte Hafen in Weener ist beliebt bei Einheimischen und Touristen. Malerisch ist das Bild mit Traditionsschiffen, Wasser und schönen Häusern. Allerdings gibt es auch Sorgen: Seit Jahren sucht man in Weener Lösungen dafür, wie man die Abdeckungen an den Spundwänden am Hafen wieder fit bekommen könnte. Das Holz gammelt, bricht ab. Inzwischen macht man sich Sorgen: „Mittlerweile sehen wir die Verkehrssicherheit entlang des Hafenkopfes als nicht mehr gegeben an. Wir bitten die Verwaltung um mündliche Stellungnahme in der Sitzung des Ausschusses für Bau- und Stadtentwicklung am 12.03.2024“, schreibt die SPD in einem Antrag.

Löchrig und abgebrochen: Die Spundwandabdeckungen am Hafen in Weener haben bessere Tage gesehen. Foto: SPD Weener
Löchrig und abgebrochen: Die Spundwandabdeckungen am Hafen in Weener haben bessere Tage gesehen. Foto: SPD Weener

Wir haben schon vor der Sitzung bei der Stadt Weener nachgefragt, wie sie die Sicherheitsfrage sieht: „Es wird derzeit geprüft, ob eine tatsächliche Gefährdung im Sinne der Verkehrssicherungspflicht vorliegt. Im Falle des Falles stünden entsprechende Maßnahmen zur Gefahrenabwehr bevor“, schreibt Stadtsprecherin Kerstin Beier.

Wettbewerb und Lösungssuche laufen

Der Hafen in Weener zieht Besucher an. Foto: Archiv
Der Hafen in Weener zieht Besucher an. Foto: Archiv
Aber nicht nur um die Sicherheit geht es. Außerdem hat die SPD gefordert, auf den neusten Stand gebracht zu werden. Im Oktober und November 2022 sei beschlossen worden, einen städtebaulichen Wettbewerb durchzuführen. Nun wolle man wissen, wie weit dieser ist. Man sei derweil nicht untätig gewesen. „Die Stadt hat sich bereits vor vielen Jahren auf den Weg gemacht, diese Infrastrukturmaßnahme im Rahmen der Städtebauförderung durchzuführen“, so Beier. Dafür sei ein städtebauliches Konzept nötig. Daraus müsse man dann die Pläne zur Gestaltung ableiten. Die Umsetzung der Planung müsse dann in einem Wettbewerb durchgeführt werden, „welcher leider sehr langwierig ist.“ Es dauert so sehr lange, die Pläne zu schmieden.

Eine schnelle „kleine“ Lösung, die man mit eigenen Mitteln umsetzen könnte, ist derweil keine Option, wie die Stadt auf Nachfrage mitteilt. „In der Tat ist hier eine große Maßnahme erforderlich. Konkret wird nur eine umfassende Sanierung der gesamten Spundwandabdeckungen hier hilfreich sein.“

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