Fußball-Bezirksliga Trainersohn führt Wiesmoor in Westrhauderfehn zum 3:1-Sieg
Den Punktspielstart hatte sich TuRa ganz anders vorgestellt. Zwar gab es auch für den Gastgeber einige Chancen. Aber unverdient war der Erfolg der Gäste aus dem hinteren Tabellenfeld nicht.
Westrhauderfehn - Fußball-Bezirksligist TuRa 07 Westrhauderfehn startete mit einer 1:3-Niederlage gegen den VfB Germania Wiesmoor aus der Winterpause. Vor knapp 200 Zuschauern, darunter viele Gästefans, erzielte Trainersohn Leon Zimmermann alle drei Germanentreffer. Onno Janßen traf für die über weite Strecken uninspiriert wirkenden Fehntjer zum zwischenzeitlichen 1:2.
„Gegen Wiesmoor musst du über 90 Minuten hellwach sein“, hatte TuRas Trainer Michael Zuidema im Vorfeld gefordert. „Genau das waren wir aber nicht“, ärgerte sich der Coach nach dem Abpfiff. „Uns fehlten nach gutem Beginn die Bissigkeit und die Einsatzfreude, deswegen haben wir trotz guter Möglichkeiten letztlich nicht unverdient verloren.“
TuRa beginnt druckvoll
Dabei startete sein Team gut in die Partie. In der vierten Minute setzte Gästespieler Janek Swyter eine Kopfballrückgabe knapp neben das eigene Tor. Drei Minuten später scheiterte Timo Mansholt nach Zuspiel von Janßen am starken Wiesmoorer Keeper Kevin Oltmanns und in der 12. Minute drosch Jasper Weber das Leder nach einer Balleroberung von Daoud Jajan an die Unterkante der Querlatte. Kurz zuvor vergab Leon Zimmermann die erste Gästemöglichkeit, als er nach einem Steckpass an TuRas Torhüter Hendrik Gossmann hängenblieb.
Spieldaten
Westrhauderfehn: Gossmann, H. Meyer, Schütte, Meiners (46. Möhlmann), Weber (72. J. Marks), Janßen, Jauken, Pruin (46. Douwes), Weßling, Jajan (60. J. Meyer), Mansholt (60. Marc Schulte).
Wiesmoor: Oltmanns; Rüst (92. Aukes), W. Schott, Pallasdies (67. Missalla), Eschen, L. Zimmermann, Swyter, Homes, Schoon, Lourens (J. Zimmermann), Eilts (45. Berisa).
Tore: 0:1/0:2 L. Zimmermann (43./46.), 1:2 Janßen (62.), 1:3 L. Zimmermann (90.+5).
Wiesmoor versuchte es immer wieder mit langen Pässen auf Zimmermann. In der 19. Minute hatte der Gossmann vor dem Strafraum schon ausgespielt, seinen Schuss aus spitzem Winkel klärte Tim Meiners aber vor der Torlinie. Nachdem Mansholt in der 27. Minute erneut an Oltmanns nicht vorbeigekommen war und auch der Nachschuss von Jajan geblockt worden war, war Zimmermann wieder an der Reihe. Einen Diagonalpass von Jannik Eschen schob er aber freistehend aus sieben Meter am Tor vorbei.
Tore kurz vor und nach der Pause
Kurz vor der Pause klappte es aber doch noch. Nico Pallasdies nutze ein Missverständnis in der Fehntjer Abwehr, passte auf den eingelaufenen Zimmermann, der diesmal völlig allein gelassen keine Mühe hatte, den Führungstreffer zu erzielen.
Direkt nach Wiederanpfiff traf er dann erneut. Aus spitzem Winkel hämmerte der Torjäger den Ball gegen tatenlose Fehntjer Abwehrspieler zum 0:2 unter die Querlatte.
Neue Hoffnung
Nach kurzer Schockstarre nahmen die Gastgeber dann noch einmal Fahrt auf. Jasper Weber setzte sich in der 63. Minute auf der rechten Seite durch, flankte von der Grundlinie vors Tor auf Janßen, der das Leder aus vollem Lauf zum Anschlusstreffer ins Tor hämmerte.
Glück hatten die Gäste in der 72. Minute, als der eingewechselte Andre Missalla den Ball an den Pfosten des eigenen Tores köpfte und Marc Schulte den Nachschuss an die Querlatte setzte.
Das sagt der Gästecoach
Kurz darauf traf Jonte Marks den Ball drei Meter vor dem Tor nicht richtig. In der zweiten Minute der Nachspielzeit verpasste Janßen per Kopf den Ausgleich, nachdem Oltmanns den Ball nicht erwischte. Quasi mit dem Abpfiff machte Zimmermann dann den Deckel drauf, als er nach einem Ballverlust der Fehntjer von der Mittellinie allein auf Gossmann zulief und diesem unter dem Jubel seiner Mitspieler keine Chance ließ.
„Nachdem wir die druckvollen Anfangsminuten der Platzherren ohne Gegentreffer überstanden haben, sind wir gut ins Spiel gekommen und haben mit einer tollen Mannschaftsleistung nicht unverdient drei Punkte mitgenommen“; freute sich Wiesmoors Coach Jürgen Zimmermann über den Überraschungssieg.