In Kamperfehn wird investiert  Großprojekt zur Dorfentwicklung in Kamperfehn angelaufen

Hans Passmann
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Von Hans Passmann
| 26.02.2024 16:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Auf einer Informationsveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Kamperfehn wurde das Projekt vorgestellt. Foto: Passmann
Auf einer Informationsveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus Kamperfehn wurde das Projekt vorgestellt. Foto: Passmann
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In die Dorfentwicklung Kamperfehns fließen über 200.000 Euro. Es geht um die Neugestaltung des Gemeinschaftshauses und der Umgebung.

Kamperfehn - Ärmel hochkrempeln und anpacken: Das ist in der beschaulichen Ortschaft Kamperfehn der Stadtgemeinde Friesoythe ab April angesagt. Im Rahmen des Entwicklungsplans der Kanaldörfer Friesoythe „Vergangenheit bewahren - Zukunft neu denken“ soll bis zum 31. Januar 2025 im Bereich des Dorfgemeinschaftshauses „Uns Fehnhus“ eine neue Kultur-Remise entstehen sowie der Außenbereich neu gestaltet und aufgewertet werden. Dazu zählt auch der Bau eines Grillplatzes. Umsetzen wird das Projekt der Ortsverein Kamperfehn zusammen mit dem Sportverein Kampe/Kamperfehn und der gesamten Bevölkerung.

Mit diesem Projekt ist Kamperfehn in das Dorfentwicklungsprogramm der Kanaldörfer durch das Amt für regionale Landesentwicklung in Oldenburg aufgenommen worden. Rund 250.000 Euro kostet die Umsetzung. Dafür gibt es aus dem Fördertopf der Kanaldörfer einen Zuschuss von rund 160.000 Euro. Die Stadt Friesoythe schießt noch einmal 50.000 Euro dazu, sodass der Ortsverein Kamperfehn als Antragsteller rund 35.000 Euro selbst zur Umsetzung beisteuern muss. „Dazu sind natürlich von der Kamperfehner Bevölkerung Hand- und Spanndienste gefragt“, erläuterte Heino de Buhr auf einer Informationsveranstaltung im Fehnhus, zu der zahlreiche Einwohner gekommen waren.

„Großartige Chance“

Der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Friesoythe gilt als Motor für die Umsetzung des Vorhabens. „Das Konzept ist eine großartige Chance für eine zielgerichtete und langfristige Dorfentwicklung. Es ist hervorragend, dass das Kanaldorf Kamperfehn in das Förderprogramm aufgenommen wurde. Hier heißt es Planen und nicht Planwirtschaft. Auch ein Zeichen dafür, dass man auch dauerhaft gut in der Ortschaft Kamperfehn leben kann“, findet Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann.

Das Dorfgemeinschaftshaus des Friesoyther Ortsteils dient als Treffpunkt für alle Generationen. Bisher nutzt es überwiegend der Ortsverein. Der Dorfentwicklungsplan sieht eine stärkere Nutzung aller Interessierten vor. So soll das Fehnhus vermehrt zum kulturellen Veranstaltungsort werden. „Wir haben im Vorfeld eine Projektgruppe gebildet, die erste Ideenvorschläge entwickelt und gemeinsam mit der Stadt Friesoythe an einer Umgestaltung geplant hat. Das Fehnhus ist in der Grundstruktur in einem guten Zustand. Einzelne Gebäudebereiche müssen künftig aufgewertet werden“, so Heino de Buhr. Es gibt auch genaue Vorstellungen, wie die künftige Nutzung des Areals aussehen soll. Outdoor-Veranstaltungen, wie für den Weihnachtsmarkt, Herbstmarkt, Fehnhus Open-Air, Heimatabende oder Auftritte von Gruppen aus Kindergarten und Schule. „Wir brauchen jede Form der Unterstützung für die Fertigstellung. Umsetzungswille und Arbeitseinsatz sind einzubringen. Eine Möglichkeit ist auch, Verpflegung beizusteuern“, so de Buhr. Zudem ruft der Ortsverein Kamperfehn zur Spendenaktion auf.

Weitere Projektfelder

Doch die Umgestaltung des Fehnhusbereichs ist nicht die einzige Möglichkeit der Dorfentwicklung. „Es gibt auch Fördermöglichkeiten für den Erhalt der ortsbildprägenden oder landschaftstypischen Baukultur. Ob private oder öffentliche Gebäude, aber für denkmalgeschützte Gebäude“, erklärte Dipl.-Ing. Andreas Brinker vom Planungsbüro Stelzer aus Freren. Er skizzierte weitere Projektfelder für Kamperfehn auf. Ob Kanal, Dorfplatz, Sportpark, Naturlehrpfad oder Skateranlage. „Immer her mit den Ideen für die Kamperfehner Dorfgestaltung“, so Brinker. „Wir würden uns freuen, wenn sich noch mehr Kamperfehner Bürgerinnen und Bürger in die Projektgruppe einbringen würden. Jede Idee und jede Hand ist hilfreich, um Kamperfehn lebenswert zu machen“, sagt der Vorsitzende des Ortsvereins, Ludger Holzenkamp.

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