62-Jährige in Norden getötet  Todesursache steht fest – warum schweigen die Behörden?

| | 19.02.2024 18:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Spurensicherung nahm den mutmaßlichen Tatort in Norden genau unter die Lupe. Auch mehrere Tage nach der Tat bleiben die Details größtenteils im Dunkeln. Foto: Wagenaar/Archiv
Die Spurensicherung nahm den mutmaßlichen Tatort in Norden genau unter die Lupe. Auch mehrere Tage nach der Tat bleiben die Details größtenteils im Dunkeln. Foto: Wagenaar/Archiv
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Neue Entwicklungen im Fall des Tötungsdelikts im Norder Stadtteil Tidofeld. Das Obduktionsergebnis der 62-jährigen Frau liegt vor. Polizei und Staatsanwaltschaft sagen nichts.

Norden - Auch vier Tage nach der Gewalttat im Norder Stadtteil Tidofeld halten sich Polizei und Staatsanwaltschaft bedeckt. Am Nachmittag des 15. Februars 2024 war, so viel ist bekannt, eine 62-jährige Frau gewaltsam zu Tode gekommen. Tatverdächtig ist der Sohn des Opfers, ein 37-Jähriger.

Mittlerweile liegt das Obduktionsergebnis der Rechtsmedizin vor. Am Freitag vergangenen Woche wollte die Staatsanwaltschaft noch auf das Ergebnis warten, bevor man Angaben zur Todesursache mache. Das hat sich seitdem offenbar geändert.

Keine Auskunft aus „ermittlungstaktischen Gründen“

Denn wie die Staatsanwaltschaft Aurich am Montag im Gespräch mit dieser Zeitung erklärt, wolle man das Ergebnis der Obduktion in Absprache mit der Polizei nicht mitteilen. Das habe „ermittlungstaktische Gründe“, so Erster Staatsanwalt und Pressesprecher Jan Wilken.

Auch nähere Angaben zum mutmaßlichen Täter, zum Tathergang und weiteren Umständen wolle man aus „ermittlungstaktischen Gründen“ nicht machen. Die Ermittlungen dauern an, so Wilken.

Tat ereignete sich am Donnerstagnachmittag

Bekannt ist entsprechend nur, dass sich das „Tötungsdelikt“ wohl am Donnerstagnachmittag ereignete. Die Polizei wurde, das bestätigt die Staatsanwaltschaft Aurich, vom mutmaßlichen Täter selbst herbeigerufen. Der Anruf ist demnach gegen 16.30 Uhr eingegangen. Kurz danach war die Polizei am mutmaßlichen Tatort, einem Haus in einer Wohngegend in Tidofeld.

Augenzeugen berichteten dieser Zeitung gegenüber von einem Mann, der mit Handschellen gefesselt auf dem Boden gelegen habe. Weitere Details zur Festnahme sind nicht bekannt. Auch offen ist, ob es sich um Mord oder einen anderen „Tötungsdelikt“ wie Totschlag gehandelt hat. Gerüchte, dass die 62-Jährige erstochen wurde, bestätigt die Staatsanwaltschaft nicht, dementiert sie aber auch nicht.

Der tatverdächtige Sohn des Opfers befindet sich seit Freitag, 16. Februar 2024, in Untersuchungshaft.

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