Große Unternehmerpersönlichkeit Wiesmoorer Möbelhändler Bernhard Buß ist tot
Der Möbelhändler Bernhard Buß aus Wiesmoor ist am 9. Februar 2024 gestorben. Die Trauer geht über Ostfriesland weit hinaus. Das liegt auch am sozialen Engagement des 74-Jährigen.
Wiesmoor - Trauer bei vielen Menschen, weit über Wiesmoor hinaus, hat der Tod von Bernhard Buß ausgelöst, der am Freitag, 9. Februar 2024, im Alter von 74 Jahren nach langer schwerer Krankheit gestorben ist. Damit verliert Ostfriesland eine seiner großen Unternehmerpersönlichkeiten.
Gemeinsam mit seinen Brüdern hatte Bernhard Buß 1979 die Möbel Buss GmbH in Wiesmoor gegründet, die mittlerweile an mehreren Standorten, darunter in Oldenburg, mehr als 380 Mitarbeiter beschäftigt. Durch konsequente und kluge Investitionen konnte die Firma ihren Platz in einer Branche ausbauen, die von heftigen Verdrängungskämpfen geprägt ist. Buss fußt auf einem soliden Fundament: Bereits in den 1920er Jahren hatte Bernhard Tholen Buß nach einem Aufenthalt in den USA in Wiesmoor eine Stellmacherei gegründet, aus der zunächst eine Möbeltischlerei und später ein Möbelhandel hervorging.
Er war ein nahbarer Mensch
Trotz seines Erfolgs blieb Bernhard Buß immer bodenständig und zugänglich. Er war ein nahbarer Mensch. Freunde und Bekannte nannten ihn Bernie. Fest verwurzelt in der Region und tiefgläubig war es ihm immer wichtig, sich sozial einzubringen und andere Menschen zu unterstützen. So hat er unter anderem die Hilfsorganisation Cornea Help gefördert, die seit 2009 Menschen in Ruanda und Kenia das Augenlicht rettet oder zurückgibt. Der Verein sammelt Spenden und finanziert damit Hornhaut-Transplantationen – eine Operation, die in Afrika mangels Spenderhornhäuten und Fachärzten für viele Patienten ein Wunschtraum bleibt.
Cornea Help wurde von dem Wiesmoorer Klaus Renken gegründet, der regelmäßig nach Afrika reist. Vor einigen Jahren hat Bernhard Buß ihn nach Kenia begleitet und war auch bei Transplantationen vor Ort dabei. Während dieser Reise sind intensive Freundschaften entstanden, unter anderem zu Nuela Muhisha, die das Cornea-Help-Projekt vor Ort betreut und bereits zweimal in Wiesmoor zu Gast war. „Bernhard Buß hat sie ins Café des Möbelhauses eingeladen. Dort hat sie spontan den Impuls gehabt zu beten und zu singen, was sie dann auch gemacht hat. Bernie war davon sehr begeistert“, erinnert sich Klaus Renken. Er habe den Wunsch gehabt, erneut nach Afrika zu reisen, nach Ruanda. Dazu wird es jetzt nicht mehr kommen. Bernhard Buß hinterlässt seine Frau Heike. Der Wiesmoorer hatte keine Kinder.