Hamburg  Krebserkrankungen vorbeugen: So verringern Sie das Risiko

Henry Borgelt
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Von Henry Borgelt
| 17.01.2024 19:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Laut Forschern hilft eine gesunde Ernährung bei der Krebsprävention. Foto: IMAGO images/Pond5 Images
Laut Forschern hilft eine gesunde Ernährung bei der Krebsprävention. Foto: IMAGO images/Pond5 Images
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Rauchen, Fast Food, Bewegungsmangel: Immer wieder werden bestimmte Lebensweisen mit einem erhöhten Risiko für einige Krebsarten in Verbindung gebracht. Eine Studie zeigt nun, welchen Empfehlungen Sie zur Krebsvorbeugung folgen sollten.

Der Lebensstil könnte eine große Rolle im Zusammenhang mit verschiedenen Krebsarten spielen, teilt das Bundeszentrum für Ernährung mit und beruft sich dabei auf eine aktuelle Studie aus Großbritannien, die im Fachmagazin „BMC Medicine“ erschienen ist. Dabei wurden die Daten von ungefähr 95.000 Briten ausgewertet. Das Durchschnittsalter lag bei 56 Jahren.

Als Grundlage der Studie hielten sich die Forscher an die Empfehlungen des „World Cancer Research Fund (WCRF)“ und des „American Institute for Cancer Research (AICR)“ zur Vorbeugung von Krebserkrankungen. Diese Empfehlungen beinhalten ein gesundes Körpergewicht, genügend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung.

Die Forscher nutzten eine Punkteskala von 1 bis 7 Punkten: Je mehr Empfehlungen der Experten eingehalten wurden, desto höher dir Punktzahl. Auch der Körpermassenindex (BMI), der Taillenumfang und eigene Angaben zur körperlichen Betätigung wurden in den Berechnungen beachtet.

Insgesamt konnten die Forscher feststellen, dass Menschen, die sich an mehr Empfehlungen hielten, ein geringeres Risiko hatten, an Krebs zu erkranken. Jeder Anstieg um einen Punkt auf der Skala bedeutete durchschnittlich eine Risikoverringerung von sieben Prozent.

Hier sehen Sie eine Statista-Grafik zu den häufigsten krebsarten in Deutschland:

Dabei gab es zwischen den verschiedenen Krebsarten teils große Unterschiede. Ein Anstieg um einen Punkt auf der Skala der Forscher bedeutete bei Brust- und Dickdarmkrebs eine Risikominderung um 10 Prozent, für Speiseröhrenkrebs um 16 Prozent und für Nierenkrebs um 18 Prozent. Die höchste Risikoverminderung pro Skalenpunkt konnten die Forscher bei Leberkrebs (-22 Prozent) und Tumoren im Eierstock (-24 Prozent) und der Gallenblase (-30 Prozent) feststellen.

Insgesamt erkrankten im Laufe von acht Jahren 7296 der 95.000 Menschen innerhalb der Studie an Krebs.

Wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) mitteilt, handelt es sich bei vielen solcher Studien allerdings um reine Beobachtungsstudien. So auch in diesem Fall. „Dabei befragen sie große Gruppen von Menschen zu ihren Lebensgewohnheiten. Diese setzen sie dann mit der Krebshäufigkeit in dieser Gruppe in Beziehung“, heißt es auf der Internetseite des DKFZ.

Solche Studien könnten somit keinen Beweis für die tatsächliche Krebsursache eines Menschen liefern, sondern weisen auf mögliche Zusammenhänge zwischen Risikofaktoren und der Krebsentstehung hin.

Dennoch sei es die Ansicht von Wissenschaftlern: „Mindestens 37 von 100 Krebserkrankungen könnten vermieden werden, wenn alle Menschen die bekannten Krebsrisikofaktoren meiden würden. Dazu zählen ungesunde Lebensgewohnheiten, Krankheitserreger, vor denen man sich schützen kann, und Umweltfaktoren“, erklärt das DKFZ.

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