Hamburg Neue Studie mit überraschendem Ergebnis: Wie gestresst sind Hunde in der Stadt?
Ein Hund ist auf dem Land glücklicher als in der Stadt – oder etwa doch nicht? Damit hat sich nun eine Studie beschäftigt und unter anderem das Stresslevel der Vierbeiner untersucht. Das Ergebnis ist durchaus überraschend.
Auslauf in der freien Natur ist für Hunde deutlich besser als ein Stadtspaziergang. Mit dieser These würden sicher die meisten Leute konform gehen. Eine Studie der staatlichen, technischen Universität in Blacksburg im US-Bundesstaat Virginia belegt nun aber: Das stimmt nicht – zumindest nicht pauschal.
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Untersucht haben die Forschenden vor allem den Cortisolspiegel von Hunden, der unter anderem ansteigt, wenn sie Stress ausgesetzt sind. Über zwölf Wochen beobachtete das Team 15 Hunde. Verglichen wurden 30-minütige Spaziergänge in der Natur an einer sechs Meter langen Leine mit Spaziergängen in der häuslichen Umgebung an einer 1,8 Meter langen Leine.
Um das Cortisol zu überprüfen, wurden von den Hunden mehrmals täglich Urinproben genommen. Zudem sind die Gassigänge mit einer Kamera aufgezeichnet worden, um auch die Verhaltensweisen der Vierbeiner beurteilen zu können.
Das Ergebnis: Zwar stellten die Forscher einen deutlichen Unterschied im Cortisolspiegel fest, allerdings war der nur abhängig von der Tageszeit. In Bezug auf die Spaziergänge in der Natur beziehungsweise der Stadt konnte kein Unterschied festgestellt werden.
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Das Forschungsteam räumt jedoch ein, dass einige Unterschiede in den Verhaltensweisen der Hunde zu sehen waren – wenn auch kein messbarer Stress. Zudem muss bei dieser Studie beachtet werden, dass es sich bei 15 Hunden um eine sehr kleine Testgruppe handelt.
Verhalten, dass auf Stress der Tiere schließen lässt, kann laut der Fachtzeitschrift „Hundemagazin“ Folgendes sein:
Wussten Sie eigentlich, dass es in Deutschland seit 2021 sogar ein Gesetz zum Gassigehen gibt? Die Tierschutz-Hundeverordnung wurde dahingehend erst 2022 nochmals angepasst. Seitdem ist es für jeden Hundehalter Pflicht, mindestens zwei Mal am Tag für mindestens eine Stunde mit seinem Hund spazieren zu gehen. Ob in der Stadt oder der Natur, das obliegt aber jedem selbst.
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