10.000 Fahrzeuge täglich  Kreuzung in Barßels Ortskern weiterhin ein Nadelöhr

Hans Passmann
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Von Hans Passmann
| 13.01.2024 10:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Planungen für den Ausbau des Kreuzungsbereiches Lange Straße / Ammerländer Straße schreiten voran. Doch ein Ausbau in diesem Jahr scheint in weiter Ferne zu liegen. Foto: Passmann
Die Planungen für den Ausbau des Kreuzungsbereiches Lange Straße / Ammerländer Straße schreiten voran. Doch ein Ausbau in diesem Jahr scheint in weiter Ferne zu liegen. Foto: Passmann
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Der Verkehr im Herzen Barßels an der zentralen Kreuzung der Langen Straße mit der Ammerländer Straße soll entzerrt werden. Pläne gibt es schon lange. Doch bis die realisiert werden, dauert es noch.

Barßel - Es ist schon fast ein alltägliches Bild: In der engen Ortsmitte von Barßel -genauer gesagt an der zentralen Kreuzung der Langen Straße mit der Ammerländer Straße staut sich immer wieder der Verkehr. Es bilden sich lange Fahrzeugkolonnen, die sich auf der Lange Straße bis zur katholischen Kirche und bis hin zum Dorfplatz ziehen. Der zähfließende Verkehr in Barßels Zentrum ist für die Verkehrsteilnehmer ein großes Ärgernis. Es nervt die Autofahrer sehr. Man braucht schon ein wenig Geduld, um die Kreuzung zu passieren.

Verkehrszählungen ergaben, dass rund 10.000 Autofahrer täglich die beiden Straßen kreuzen. Nun soll das Nadelöhr beseitigt werden. Allerdings steht der Zeitpunkt noch nicht fest. Die Planungen laufen schon seit einigen Jahren. Derzeit werden Höhenmessungen durchgeführt. „Wann der Startschuss erfolgt, muss die Politik entscheiden. Für den Ausbau müssen Mittel im Haushalt bereit gestellt werden. Die Haushaltsberatungen des Gemeinderats erfolgen im Februar“, sagt Barßels Erster Gemeinderat Michael Sope.

Linksabbiegespuren fehlen

Sope geht davon aus, dass es mit dem Ausbau der Kreuzung in diesem Jahr wohl noch nichts werden wird. Seit mehreren Jahren hat die Gemeindepolitik die Umgestaltung dieses zentralen Knotenpunktes auf der Agenda – Flächen rundherum wurden gekauft, störende Häuser abgerissen.

Grund für die immer wiederkehrenden Staus in der Ortsmitte sind die fehlenden Abbiegespuren. Wenn zum Beispiel ein Fahrzeug vom Hafen kommend in Richtung Ammerland nach links abbiegen will, muss es den gesamten entgegenkommenden Verkehr passieren lassen. Gleichzeitig könnten Fahrzeuge hinter diesem Linksabbieger aufgrund der gemeinsamen Spur auch nicht weiter geradeaus in Richtung Friesoythe fahren.

Kreisverkehr ist vom Tisch

Da es sich bei den beiden Straßen auch noch um die Landesstraßen 832 und 829 handelt, war bei den Planungen neben anderen Behörden auch noch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit im Boot. Die Ausbaupläne sehen vor, dass die Ampelanlagen verbleiben und die Straßenzüge an der Kreuzung verbreitert werden. Das bietet nun die Möglichkeit eine Abbiegespur einzurichten.

„Angedacht war bei den Planungen ursprünglich auch eine Lösung mit einem Kreisverkehr“, schildert Barßels Bauamtsleiter Hans Schulte. Ein Kreisel sei aber gerade an dieser Stelle für die Verkehrssicherheit von Fußgängern und Radfahrern sowie Sehbehinderter nicht ausreichend, so Schulte.

Umbau hat auch für andere Straßen Konsequenzen

Für den Ausbau der Kreuzung wird dann auch das ehemalige Gebäude des Zahnarztes Heinrich Meiners verschwinden. Das Gebäude ist seit anderthalb Jarhen im Besitz der Gemeinde. „Zudem müssen wir noch von einigen Anliegern Grunderwerb tätigen. Doch das läuft ziemlich problemlos“, versichert Schulte. Auch er geht davon aus, dass dieses Jahr nicht mehr ausgebaut wird, weil noch diverse Berechnungen und Vermessungen erfolgen müssen.

Das ehemalige Gebäude der Zahnarztpraxis von Heinrich Meiners an der Langen Straße hatte die Gemeinde Barßel im Oktober 2022 gekauft. Das Haus, Baujahr 1936, soll für den Ausbau der Kreuzung abgebrochen werden. Foto: Passmann
Das ehemalige Gebäude der Zahnarztpraxis von Heinrich Meiners an der Langen Straße hatte die Gemeinde Barßel im Oktober 2022 gekauft. Das Haus, Baujahr 1936, soll für den Ausbau der Kreuzung abgebrochen werden. Foto: Passmann

Schulte rechnet beim Ausbau mit Kosten von rund einer Million Euro. In der aktuellen Planung sind für die eine Straßenseite kombinierte Fuß- und Radwege vorgesehen, auf der anderen Seite nur ein Fußweg, weil dort die Regelbreite für beides nicht durchgängig eingehalten werden kann. Für sehbehinderte Menschen werden taktile Leitelemente verlegt – Rollstuhlfahrer können durch Absenkungen barrierefrei unterwegs sein.

Vom Umbau ist auch die Mühleneschstraße betroffen. Foto: Passmann
Vom Umbau ist auch die Mühleneschstraße betroffen. Foto: Passmann

Der Umbau der Kreuzung in der Ortsmitte wird auch Folgen haben für die benachbarten Straßen, wie beispielsweise die Mühleneschstraße. Von dort kommend könnte man an der Kreuzung mit der Langen Straße zukünftig nur noch nach rechts abbiegen. Doch so weit ist es noch nicht.

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