Washington  Frühere First Lady: Michelle Obama besorgt über den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl

Henry Borgelt
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Von Henry Borgelt
| 09.01.2024 15:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Michelle Obama warnt vor einer sorglosen Einstellung gegenüber der Demokratie. Foto: dpa/AP | Vincent Thian
Michelle Obama warnt vor einer sorglosen Einstellung gegenüber der Demokratie. Foto: dpa/AP | Vincent Thian
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Mit Blick auf die kommenden Präsidentschaftswahlen zeigt sich die frühere First Lady Michelle Obama besorgt. Die Demokratie dürfe keinesfalls als Selbstverständlichkeit angesehen werden.

Im November dieses Jahres wählen die US-Bürger ihren nächsten Präsidenten. Momentan deutet dabei alles auf ein erneutes Präsidentschaftsduell zwischen Joe Biden und Donald Trump hin. In einem aktuellen Interview mit dem britischen Autor Jay Shetty äußert sich die Frau des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama auch zur Wichtigkeit einer Demokratie.

Zudem zeigte sie sich besorgt über die anstehenden Wahlen. Obama „graut“ es demnach vor der Wahl und ihren möglichen Folgen. Mit ihren Prognosen dürfte sich die frühere First Lady auf einen Wahlsieg von dem Republikaner und Ex-Präsidenten Donald Trump beziehen, obwohl sie dessen Namen nicht explizit nennt.

Als ehemalige First Lady gebe es den Zustand, „zu viel zu wissen“, erklärte Obama. Besonders Kriege in „zu vielen Regionen“, Künstliche Intelligenz und der Klimaschutz hielten sie nachts wach. Gerade diese Dinge, über die man selbst keine Kontrolle habe, besorge sie, meint Obama.

Auch politische Themen beschäftigen die 49-Jährige. „Unsere Anführer sind wichtig“, erklärte sie. „Wen wir wählen, wer für uns spricht, wer steht an unserer Spitze – all das betrifft uns in einer Art und Weise, die die Leute für selbstverständlich erachten.“ Auch den Zweifel vieler Menschen, was die Regierung überhaupt für sie tue, kann Obama nicht nachvollziehen. „Wir dürfen unsere Demokratie nicht als selbstverständlich hinnehmen“, meint Obama. Sie habe das Gefühl, dass jedoch genau diese Einstellung immer mehr zur Normalität wird.

Mit Blick auf Führungspositionen erklärte Obama: „Wir sehen, wie kindische Führung aussieht, direkt vor uns. Wenn jemand einfach unmoralisch, vulgär und zynisch ist, das wirkt sich auch auf die Bevölkerung aus.“

Die Obamas zählen sich zu den Unterstützern des US-Präsidenten Joe Biden. Besonders Barack Obama hielt während des Wahlkampfes zu den Midterms 2022 in mehreren wichtigen Staaten Vorträge und sammelte Spenden für Bidens Wahlkampf. Genau wie damals könnten diese „Swing States“ in der kommenden Wahl entscheidend sein. Laut einem Bericht des „Spiegel“ warnte Obama den US-Präsidenten bereits im vergangenen Sommer vor einer erneuten Kandidatur Trumps.

Angesichts des Jahrestags des Kapitol-Sturms am 6. Januar 2021 warnte Biden erneut vor einer Präsidentschaft Trumps. „Trump und seine Anhänger befürworten politische Gewalt nicht nur, sie lachen darüber“, mahnte der Präsident bei einer Veranstaltung in Pennsylvania.

Trumps Sieg in den Vorwahlen zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner ist laut Umfragen fast schon sicher. Lediglich der juristische Streit um seine Teilnahme an den Vorwahlen in mehreren Staaten bedroht seine Kandidatur.

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