Hochwasser im Emsland In Haren und Lathen steckten zwei Autos im Wasser
Wieder sind im Emsland zwei Autos im Hochwasser steckengeblieben. Die Feuerwehren Haren und Lathen mussten am Montagmorgen nach Meppen-Hüntel und Lathen-Hilter ausrücken.
Emsland - Wieder sind im Emsland zwei Autos im Hochwasser steckengeblieben. Die Feuerwehren Haren und Lathen mussten am Montagmorgen nach Meppen-Hüntel und Lathen-Hilter ausrücken.
Das bestätigten die Polizei und Harens Ortsbrandmeister Tim Hermes. Demnach war die Freiwillige Feuerwehr Haren zunächst um 8.44 Uhr zur Hünteler Straße zwischen Wesuwe und Meppen-Hüntel gerufen worden. Dort war ein Pkw, vermutlich ein Audi A4, in einer Senke steckengeblieben und bis unterhalb der Fenster im Wasser versunken.
Wieder wird eine Straßensperre ignoriert
Der Fahrer hatte ersten Erkenntnissen zufolge von Wesuwe aus eine wegen des Hochwassers errichtete Straßensperre umfahren und konnte dann eine erste von zwei Senken noch passieren. In der zweiten blieb er stecken. Offenbar befand der Fahrer sich auf dem Weg zur Arbeit, verließ das Auto und ging nach Hause.
Die Feuerwehr Haren war mit 25 Kräften und sechs Autos ausgerückt – immerhin bestand die Möglichkeit, dass jemand aus den Fluten gerettet werden musste. Als das nicht der Fall war, rückte die Feuerwehr wieder ab beziehungsweise fuhr weiter, denn eine Bergung des Fahrzeugs war zu gefährlich. Außerdem kam gleich der nächste Notruf rein: Um 9.01 Uhr wurde vom einige Kilometer entfernten Ort Hilter in der Samtgemeinde Lathen ein ähnlicher Einsatz gemeldet. Weil die Harener über ein Boot und Taucher verfügen, wurden sie von den Lathener Kollegen mit angefordert.
Im Marschweg in Hilter war ebenfalls ein Auto ins Hochwasser gefahren und steckengeblieben. Die junge Fahrerin saß ersten Erkenntnissen noch im Auto und wurde von der Feuerwehr aus ihrer misslichen Lage befreit. Das Fahrzeug konnte bereits geborgen werden. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.
Die beiden Fahrer reihen sich damit allerdings ein in eine ganze Palette ähnlicher Ereignisse. Seit dem Beginn des Hochwassers um Weihnachten 2023 sind mindestens sechs Fahrzeuge im mittleren und nördlichen Emsland regelrecht „abgesoffen“, meistens, weil Absperrungen ignoriert wurden. Die emsländischen Kommunen hatten angekündigt, fahrlässig ausgelöste Rettungseinsätze nach einer genauen Prüfung den Verursachern in Rechnung stellen zu wollen.