Osnabrück  Darum verkleiden sich Kinder am 6. Januar als Heilige Drei Könige

Lea Borner
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Von Lea Borner
| 03.01.2024 15:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Sternsinger ziehen dieses Jahr wieder um die Häuser und sammeln Spenden für Kinder in Not auf der ganzen Welt. Foto: imago images/epd
Sternsinger ziehen dieses Jahr wieder um die Häuser und sammeln Spenden für Kinder in Not auf der ganzen Welt. Foto: imago images/epd
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Die Heiligen Drei Könige gehören zu den Stars aus der Bibel. Aber was haben sie eigentlich gemacht? Und warum gehen Sternsinger von Tür zu Tür? Das und vieles mehr erfährst Du hier.

Von den Heiligen Drei Königen hast Du vielleicht im Religionsunterricht oder im Gottesdienst gehört. Caspar, Melchior und Balthasar heißen sie. In einer Erzählung in der Bibel werden die drei Männer Sterndeuter genannt. Sie besuchen das neugeborene Jesuskind und bringen ihm Geschenke.

Gold, Weihrauch und Myrrhe geben die Weisen aus dem Morgenland dem kleinen Jesus, so heißt es in der Bibel. Nicht gerade das, was ein Baby braucht. Doch die drei Männer sahen in Jesus einen König und beschenkten ihn deshalb mit solch wertvollen Gaben.

Als sie von der Geburt Jesu erfuhren, haben sich Caspar, Melchior und Balthasar sofort auf den Weg gemacht, um den „Sohn Gottes“ zu begrüßen. Aber wie haben sie den Weg zu dem Stall in Bethlehem gefunden? Genau! Ein Stern hat ihnen geholfen und ihnen den Weg zur Krippe gezeigt. So steht es in der Bibel.

Um daran zu erinnern, feiern Christen in Deutschland jedes Jahr am 6. Januar den Dreikönigstag. In manchen Bundesländern, zum Beispiel in Bayern, ist der Tag sogar ein Feiertag, an dem Schüler schulfrei haben. Auch in Spanien und Italien ist der Dreikönigstag ein wichtiger Feiertag. Dort gibt es an diesem Tag Geschenke.

In Deutschland gibt es am 6. Januar eine besondere Tradition: Kinder und Jugendliche gehen als Sternsinger von Haus zu Haus. Zuerst besuchen sie den Gottesdienst und verkleiden sich als Heilige Drei Könige: Sie tragen bunte Mäntel, goldene Kronen und haben einen Stern aus Stoff oder Papier dabei. So gehen sie umher, klingeln an Haustüren, singen Lieder und bringen den Menschen den Segen.

Dazu schreiben die Sternsinger mit geweihter Kreide das Jahr und die Buchstaben „C+M+B“ an den Türrahmen. Viele denken, dass das die Abkürzung für die Namen der Heiligen Drei Könige ist, das stimmt aber nicht. Tatsächlich stehen sie für den lateinischen Segen „Christus mansionem benedicat“, das bedeutet „Christus segne dieses Haus“.

Bei ihren Besuchen sammeln die Sternsinger außerdem jedes Jahr Spenden für Kinder in Not. Bei der Sternsinger-Aktion wurden im letzten Jahr in Osnabrück mehr als 1,3 Millionen Euro gesammelt. In diesem Jahr heißt das Motto des Dreikönigssingens „Gemeinsam für unsere Erde – In Amazonien und weltweit“.

Mit den Spenden sollen dieses Jahr die Regenwälder und die Natur in Südamerika geschützt werden, damit die Kinder und Jugendlichen dort in Zukunft ein gutes Leben haben. Ungefähr 300.000 Kinder machen jedes Jahr in ganz Deutschland bei der Sternsinger-Aktion mit.

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