Nach Kündigung eines Schwimmlehrers Unterschriften wegen Schwimmkursen im Leeraner Plytje übergeben
Im Oktober gab es große Aufregung wegen der Kündigung eines privaten Schwimmlehrers durch das Leeraner Plytje. Jetzt wurde eine Unterschriftenliste übergeben. So geht es nun weiter.
Leer - Die Entscheidung hatte im Oktober für zahlreiche Diskussionen in den sozialen Netzwerken gesorgt. Es wurde sogar eine Petition gestartet. Die Rede ist von einer ordentlichen Kündigung zum Jahresende des privaten Schwimmlehrers Andreas Kuppe durch das Leeraner Schwimmbad Plytje. Fast 170 Kinder, die er wöchentlich trainiert, würden dann ihre gewohnten Schwimmkurse verlieren, hatte der 51-Jährige damals geschätzt.
Die Eltern waren sauer. Sie riefen dazu auf, die Kündigung wieder zurückzunehmen und Kuppes Schwimmkurse weiterhin im Plytje möglich zu machen. Bis Ende November konnte man die Online-Petition unterzeichnen. „Herr Kuppe wird von uns Eltern als kompetenter Schwimmlehrer wahrgenommen, der den Kindern das Schwimmen mit viel Einfühlungsvermögen und auf eine Weise beibringt, dass sie mit sehr viel Spaß und Freude dabei sind“, schreibt Initiatorin Maria Marwede als Begründung für die Petition. „Sie haben in Herrn Kuppe einen festen Ansprechpartner – im Gegensatz zu wechselnden Betreuungspersonen bei anderen Anbietern – zu dem sie Vertrauen aufbauen können, was gerade beim Anfängerschwimmen essenziell ist.“ Es sei für die Eltern völlig unverständlich, dass die Kurse nicht mehr stattfinden sollten. 1447 Personen unterzeichneten laut der Internetseite die Petition, davon 667 aus Leer.
Initiatorinnen haben Unterschriftenliste aus Petition abgegeben
Mittlerweile wurde die Unterschriftenliste übergeben, wie Bürgermeister Claus-Peter Horst dieser Zeitung sagte. Dies sei im Verwaltungsausschuss (VA), dem höchsten Gremium nach dem Stadtrat, auch der Politik bekanntgegeben worden. Einer der Wünsche der Eltern sei auch gewesen, dass das Plytje Vereinsschwimmen anbieten könne. „Das ist aber nicht möglich, da das Plytje eine GmbH ist“, so Horst. Das sei nur durch Vereine wie der DLRG, dem SV Poseidon Leer oder derzeit dem SV Hesel möglich. Horst betonte, dass es dem Aufsichtsrat des Schwimmbads wichtig gewesen sei, dass weiterhin ausreichend Schwimmkurse in Leer angeboten werden. „Die Schwimmkurse von Herrn Kuppe werden eins zu eins ersetzt“, betont Horst. Es seien genug Plätze vorhanden. „Die Kinder lernen weiterhin in Leer schwimmen“, sagte Horst.
Im Oktober hatte das Plytje bereits auf Anfrage mitgeteilt, dass das Schwimmbad im 2024 selbst ein größeres Kursangebot anbieten werden. „Neben einigen Umstrukturierungen, Optimierungen und der Wiedereinführung bestehender Kurse, wird es ab 2024 drei komplett neue Kinder-Kurse geben“, hatten die Geschäftsführerinnen Lisa Kesse und Anja Buse mitgeteilt. Um das zu erreichen, sei unter anderem das Personal aufgestockt und weiter qualifiziert worden. Bisher biete das Plytje neun unterschiedliche Kinderkurse an. „Zukünftig werden es 16 verschiedene Kinderkurse sein – vom Babyschwimmen bis zum Goldabzeichen, in jeder Altersgruppe und für jeden Anspruch“, so die Geschäftsführerinnen.
Bürgermeister Claus-Peter Horst hat sich in einem Viertel- bis halben Jahr mit den Initiatorinnen der Petition erneut zum Gespräch verabredet. Dann solle geschaut werden, ob alles so funktioniert hat.