Freibad rüstet auf  Wasserkrake und Photovoltaikanlage fürs Friesenbad

Tatjana Gettkowski
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Von Tatjana Gettkowski
| 15.12.2023 10:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Markus Bakker, Meister für Bäderbetriebe, hat einen guten Ausblick auf das Schwimmbecken. Archivfoto: Gettkowski
Markus Bakker, Meister für Bäderbetriebe, hat einen guten Ausblick auf das Schwimmbecken. Archivfoto: Gettkowski
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Neben den Personalkosten sind die Stromkosten der dickste Ausgabeposten beim Friesenbad. Weil die Eintrittspreise nicht ins Unermessliche angehoben werden können, gibt es andere Ideen.

Weener - Es ist zwar noch ein bisschen hin, doch Freunde des Friesenbades können sich den Termin schon jetzt vormerken: Am Sonnabend, 13. April 2024, beginnt in Weener wieder die Freibadsaison – deutlich früher als in anderen Freibädern in der Region. Möglich ist das, weil das Wasser im Becken über eine Fernwärmeleitung der Papierfabrik Klingele erwärmt wird. Das hilft aber nur beim Sparen der Heizkosten. Die Friesenbad Weener GmbH will daher versuchen, auch die Stromkosten runterzuschrauben.

Das 28 Grad warme Wasser des Friesenbads lädt auch bei kühlerem Wetter zum Baden ein. Archivfoto: Gettkowski
Das 28 Grad warme Wasser des Friesenbads lädt auch bei kühlerem Wetter zum Baden ein. Archivfoto: Gettkowski

Das Friesenbad Weener ist bei Badegästen weit über die Grenzen des Rheiderlands beliebt. Doch die Einrichtung verursacht hohe Kosten. Die Friesenbad Weener GmbH, eine 100-prozentige Tochter der Stadt, ist nicht kostendeckend und hat inzwischen einen Zuschussbedarf von knapp 300.000 Euro. Neben den Personalkosten sind es die Stromkosten, die beim Friesenbad die größte Ausgabeposition darstellen. Nach Auskunft von Hermann Welp, Geschäftsführer der Friesenbad Weener GmbH, sind die Stromkosten im Jahr 2023 trotz gleichbleibenden Verbrauchs im Vergleich zum Vorjahr massiv angestiegen. Grund waren die Preissteigerungen. Um die Preissteigerungen künftig zumindest teilweise zu kompensieren, will die Stadt Weener im kommenden Jahr eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Friesenbades installieren. Denn eines steht fest: Die Eintrittspreise lassen sich nicht ins Unermessliche erhöhen.

Neue Attraktion im Becken

Vorab hatte man zunächst Info-Angebote eingeholt, um einen groben Überblick über technische Möglichkeiten und Kosten zu bekommen. Nach derzeitiger Schätzung der Verwaltung belaufen sich die Kosten für die Maßnahme auf etwa 85.000 Euro. Die Anlage soll ein Viertel des Strombedarfs der Einrichtung decken. Finanziert werden soll die PV-Anlage nach Vorschlag der Verwaltung durch ein Darlehen.

Die Kinder und Jugendlichen können sich schon auf eine neue Attraktion in der neuen Saison freuen. Das Friesenbad bekommt ein neues Wasserspielzeug. Für 3000 Euro wird eine Wasserkrake angeschafft. Der alte sogenannte Trimarans ist abgängig und soll daher ersetzt werden.

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