Burladingen  Was Trigema-Chef Wolfgang Grupp über die Generation Z denkt

Jakob Patzke
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Von Jakob Patzke
| 11.12.2023 18:47 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Wolfgang Grupp tritt zum Jahreswechsel als Geschäftsführer des Textilunternehmens Trigema ab. Foto: dpa/Sebastian Gollnow
Wolfgang Grupp tritt zum Jahreswechsel als Geschäftsführer des Textilunternehmens Trigema ab. Foto: dpa/Sebastian Gollnow
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Der Generation Z wird häufig Faulheit und eine schlechte Arbeitsmoral vorgeworfen. Der scheidende Trigema-Chef Wolfgang Grupp hat dazu eine ganz eigene Meinung.

Nach 54 Jahren ist Schluss: Wolfgang Grupp tritt zum Jahreswechsel als Geschäftsführer des Textilunternehmens Trigema ab. Neben seiner Frau sollen dann auch seine beiden Kinder die Führung übernehmen. Doch wie schwer fällt es dem 81-Jährigen, sein Imperium an eine jüngere Generation zu übergeben?

Denn insbesondere der Generation Z wird häufig vorgeworfen, faul und wenig arbeitswillig zu sein. Eine Beobachtung, die Grupp in seinem eigenen Unternehmen nicht macht. „Ich muss akzeptieren, dass Leute das sagen. Aber auf Trigema bezogen kann ich das nicht feststellen“, so der gebürtige Baden-Württemberger gegenüber dem Fernsehsender RTL.

„Bei uns sind die jungen Leute top, sie sind engagiert“, erklärte Grupp weiter. „Alle leitenden Positionen sind bei uns durch ehemalige Lehrlinge besetzt. Der Lehrling weiß so: Wenn er Leistung bringt, kann er es in diese Positionen schaffen.“ Es sei wichtig, dass das Unternehmen den Auszubildenden klarmache, das nur Leistung belohnt werde.

Zum 1. Januar 2024 soll Grupps Sohn Wolfgang Junior als Geschäftsführer das letzte Worte haben. Doch komplett zurückziehen wird sich der Unternehmer-Vater nicht. „Darauf haben sie bestanden“, machte der 81-Jährige klar. „Auf Fragen werde ich antworten und meine Meinung sagen. Aber: Die Kinder müssen die Verantwortung übernehmen.“

Weiterlesen: Trigema-Chef Grupp wettert gegen Betriebsräte: „Leute, die zu Hause nichts zu sagen haben“

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