Hamburg/Tarent Seenotrettung im Mittelmeer: NOZ-Reporterin berichtet von Bord der Sea-Eye 4
Wie bereiten sich zivile Seenotretter auf ihre Einsätze vor und wie gehen sie im Ernstfall vor? Unsere Reporterin Marie Busse berichtet exklusiv von Bord der Sea-Eye 4.
Mehr als 180.000 Menschen haben in diesem Jahr das Mittelmeer überquert, um nach Europa zu gelangen. Das ist ein Anstieg von mehr als 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Zivile Seenotretter sind die einzigen, die gezielt Schiffbrüchige im Mittelmeer retten. Ihre Arbeit ist nicht unumstritten und sorgt immer wieder für Streit. Zuletzt hat Italien die Bundesregierung heftig für die finanzielle Unterstützung der privaten Seenotrettung kritisiert. Was bedeutet die aufgeheizte Stimmung für Seenotretter vor Ort und wie sieht ihre alltägliche Arbeit auf dem Mittelmeer aus? Davon wird unsere Reporterin Marie Busse live berichten.
Los geht es in Tarent, Süditalien. Dort liegt das Schiff der Seenotrettungsorganisation Sea Eye. Mit insgesamt 26 weiteren Crewmitgliedern bereitet sich Marie Busse mehrere Tage auf den Rettungseinsatz auf hoher See vor. Dann bricht das Schiff in Richtung Nordafrika auf. Von den Küsten in Libyens und Tunesiens brechen aktuell am meisten Menschen gen Europa auf.
Wie lange dauert die Mission? Welche Route nimmt das Schiff und welchen Hafen wird das Schiff nach der möglichen Rettung ansteuern? Diese Fragen werden sich erst im Laufe der kommenden Wochen beantwortet.
Marie Busse berichtet als Journalistin, übernimmt auch Arbeiten an Bord. Konkret ist sie für die Versorgung der geretteten Menschen zuständig. Regelmäßig wird sie von ihren Eindrücken berichten. Die Position des Schiffes können Sie hier live verfolgen.