Übergangsfiliale in Ostrhauderfehn  Altes Gebäude muss abgerissen werden – so geht es bei der Volksbank weiter

| | 01.12.2023 18:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Das Team der Übergangsfiliale mit (von links) Tanja Louwers, Tim Brunken, Insa Cramer, Matthias Geppert und Stefanie Spanjer steht ab dem 1. Dezember bereit. Foto: Hellmers
Das Team der Übergangsfiliale mit (von links) Tanja Louwers, Tim Brunken, Insa Cramer, Matthias Geppert und Stefanie Spanjer steht ab dem 1. Dezember bereit. Foto: Hellmers
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Mit den Umbauplänen kam eine Hiobsbotschaft für die Volksbank. Statt der Sanierung muss das Gebäude abgerissen werden. Das ist der Stand der Pläne. Außerdem gibt es nun eine Übergangsfiliale.

Ostrhauderfehn - Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt“: Dieses scherzhafte Sprichwort könnte auf die Volksbank Westrhauderfehn in Ostrhauderfehn zutreffen. Eigentlich wollten die Mitarbeiter der Bank um diese Zeit in dem frischsanierten Gebäude auf der Südseite der Hauptstraße sitzen. Doch daraus wurde nichts. Der Altbau muss abgerissen und neu gebaut werden. Deshalb wurde nun eine Übergangslösung geschaffen.

Was ist passiert?

Auf ihrer Vertreterversammlung im Juni hatte die Volksbank verkündet, dass sie ihre Filiale in Ostrhauderfehn sanieren wolle. Dafür sollte die Zweigstelle für ein paar Wochen schließen und ab Herbst wieder öffnen. Doch dann gab es eine Hiobsbotschaft: es wurden erhebliche Baumängel festgestellt. Statt Sanierung muss das Haus nun abgerissen und neu gebaut werden. Für die Zweigstelle bedeutete dies, dass sie nun erheblich länger geschlossen bleibt und nicht nur eine Sommerpause eingelegt wurde. Für die Kundschaft in Ostrhauderfehn bedeutetet dies zunächst für Beratungen weitere Wege – etwa nach Westrhauderfehn oder Langholt.

Wie geht es nun weiter?

Als Zwischenlösung bis zur Fertigstellung des Neubaus hat die Volksbank nun die Räume des ehemaligen Imbiss Veerkamp angemietet. Seit Freitag, 1. Dezember 2023, ist die Zweigstelle dort geöffnet. Bis der Neubau auf der anderen Straßenseite bezogen werden kann, wie Matthias Geppert sagt. Er ist Bereichsleiter Privatkunden.

Was ist anders im Vergleich zur „großen“ Filiale?

„Wir bieten alles an, was wir vorher auch angeboten haben“, sagt Geppert. Das heißt Service am Schalter sowie Beratungsgespräche – für Letzteres gibt es im hinteren Teil des Gebäudes einen Raum. Auch die Verbundpartner – wie beispielsweise Bausparverträge von Schwäbisch Hall – beraten dort. Allerdings gibt es zwei Einschränkungen. Automaten zum Geld abheben oder Kontoauszüge drucken gibt es in den neuen Räumlichkeiten nicht.

Wo kann Geld abgehoben werden?

Schon vor der Schließung hat die Volksbank auf den Automaten beim Kaufhaus Wreesmann hingewiesen. Der ist vom genossenschaftlichen Verbundpartner der Raiffeisenbank Strücklingen-Idafehn – und quasi gegenüber der alten Zweigstelle. Die beiden Finanzberater in Ostrhauderfehn, Tanja Louwers und Tim Brunken, betonen eine weitere Möglichkeit: Bei vielen Supermärkten kann an der Kasse beim Bezahlen auch Geld abgeholt werden. Das gelte zum Beispiel auch für den Edeka und den Combi in unmittelbarer Nähe.

Video
Volksbank mit Übergangsfiliale in Ostrhauderfehn
01.12.2023

Wie sind die Öffnungszeiten?

An den Öffnungszeiten hat sich nichts geändert, betont Brunken. Die seien genauso wie bei der im Sommer geschlossenen Geschäftsstelle. Das heißt: werktags von 8.30 bis 12 Uhr. Dann könne auch Laufkundschaft spontan vorbeikommen. Darüber hinaus sind Beratungsgespräche in der Zeit von 8 bis 20 Uhr möglich.

Was bedeutet die Zweigstelle für das Personal?

Die Personalstärke zur deutlich größeren Zweigstelle auf der anderen Straßenseite ist gleich geblieben, betont Geppert. Das Team besteht aus zwei Schalterkräften und zwei Finanzberatern. Da nun aber weniger Platz zur Verfügung steht – nur ein Schalter- und ein Büroraum – wird meist nur ein Finanzberater in Ostrhauderfehn vor Ort sein, der andere an der Hauptstelle in Westrhauderfehn. Übrigens vom Fenster aus können die Mitarbeiter sehen, was mit dem alten Gebäude passiert. Das werde mit einem „lachenden und einem weinenden Auge“ beobachtet, wie Brunken sagt. Wobei die Vorfreude auf das neue Gebäude deutlich größer sei.

Was waren die Herausforderungen?

Fast ein halbes Jahr hat es in Ostrhauderfehn keine Zweigstelle der Volksbank gegeben. Matthias Geppert skizziert die Planungen so: Als feststand, dass sie nicht so schnell zurück in das alte Gebäude können, habe die Suche nach einer Alternative begonnen. Das war im September. Zuerst mussten freie Räume im Zentrum von Ostrhauderfehn mit ausreichend Parkmöglichkeiten gefunden werden. Den aktuellen Standort bezeichnet er als ideal. Dann mussten die Räume vorbereitet werden. Beispielsweise musste ein Sichtschutz – wegen der Diskretion in Kundengesprächen – vor die Fenster geklebt werden. Auch mit der Versicherung mussten Dinge geklärt werden, und die Handwerker hätten auch ihre Zeit gebraucht.

Wie ist der Stand beim Neubau?

Derzeit laufen noch die Planungen mit dem Architekten, sagt Uwe Brechtezende. Er ist Vorstandsvorsitzender der Volksbank. Daher könne er zu dem Zeitplan noch nichts genaues sagen. Er hoffe, dass die Planungen im Frühjahr abgeschlossen sein werden. Dann könne auch mehr über Planungen und den Zeitraum verkündet werden. Sicher sei auf jeden Fall, dass es einen Neubau geben werde, betont Brechtezende. Mit der Übergangsfiliale wolle man ein klares Zeichen für den Standort in Ostrhauderfehn setzen.

Wie sieht es bei den Mietern aus?

Außer der Bank im Erdgeschoss waren noch Wohnungen in dem Gebäude untergebracht. Laut Brechtezende sind zwei der Mieter bereits ausgezogen. Die letzte Wohnung werde voraussichtlich zum Jahresende frei.

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