Osnabrück Geiseldeal nur ein Kapitel des Krieges: Befreit Palästina von der Hamas
Israel stimmt einem Geiseldeal mit der Hamas zu. Dazu zählt eine mehrtägige Feuerpause. Die Annahme, dies wäre der Anfang vom Ende des Krieges, ist aber illusorisch. Erst muss Palästina von der Hamas befreit werden.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lässt auch keinen Zweifel aufkommen: Der Geiseldeal ist nur eines von vielen weiteren Kapiteln dieses Krieges, den die Terrororganisation Hamas am 7. Oktober ausgelöst hat. Die Radikalislamisten haben mit dem Massaker an mehr als 1000 Israelis ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit in einem Ausmaß begangen, das eine Zäsur in der Geschichte des Nahen Ostens darstellt.
Gab es vor dem „Schwarzen Samstag“ Überlegungen auf Seiten des Westens, die Hamas als Verhandlungspartner zu akzeptieren, sind solche Ideen seit dem 7. Oktober noch irrwitziger als sie es ohnehin waren. Man kann über die Hamas viel Schlechtes sagen. Man kann den Fanatikern aber nicht vorwerfen, sie sagten nicht klar, welche Hassdoktrin sie verfolgen. Die Hamas hat die Vernichtung Israels nicht ohne Grund in ihre Gründungscharta als Ziel festgeschrieben.
Israel bleibt keine Wahl, als sich zu verteidigen. Das entbindet das Land aber nicht von der Pflicht, das Prinzip der Verhältnismäßigkeit zu wahren. Wer jedoch nicht völlig der Propaganda der Hamas an einem angeblichen Massenmord an palästinensischen Kindern zum Opfer gefallen ist, sollte einen Unterschied erkennen: Die Radikalislamisten haben am 7. Oktober so viele Zivilisten massakriert und Häuser zerstört wie nur möglich, vergewaltigt, geplündert und Menschen entführt. Jetzt kommen bis zu 100 israelische Geiseln frei, darunter Kleinstkinder. Doch auch dann müssen noch rund 100 weitere Geisel um ihr Leben bangen. Dagegen versucht die israelische Armee die Zahl der zivilen Opfer so gering wie möglich zu halten. Deshalb warnt die Armee teils Tage vorher, wo sie wann angreift, damit sich Zivilisten in Sicherheit bringen können. Und deshalb nutzt die Hamas Frauen und Kinder als menschliche Schutzschilder sowie Schulen und Krankenhäuser als Kommandobasen, weil die Extremisten wissen, dass sie dann sicherer sind.
Jetzt geht es darum, „Free Palestine“ zu verwirklichen, also den Gazastreifen von der Hamas zu befreien. Die Palästinenser auch im Westjordanland haben einen Anspruch auf Frieden, Sicherheit und einen eigenen Staat. Das lässt sich aber nur ohne die Hamas erreichen. Deutschland und das übrige Europa sollten jetzt die moderaten Muslime unter den Palästinensern zusammenbringen, damit diese die Macht nach dem Ende der Hamas übernehmen.
Der Gazastreifen braucht keine 500 Kilometer Tunnelanlagen für Terroristen, sondern 500 Kilometer Kanalisation. Die Kinder und Jugendliche sollen nicht länger lernen, wie man Juden hasst und umbringt, sondern wie sie aus dem Gazastreifen eine blühende Metropole wie Singapur machen können. Darum sollten sich die Europäer jetzt kümmern, damit der Wiederaufbau beginnen kann, wenn der Krieg endet.