Kindertagesstätten in Barßel  2,5 Millionen Euro Defizitausgleich für die Kirchen

Hans Passmann
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Von Hans Passmann
| 16.11.2023 12:56 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Vor der Sitzung am Mittwochabend guckten sich die Mitglieder des Ausschusses Jugend, Familie, Senioren und Soziales der Gemeinde Barßel im Kindergarten St. Marien in Harkebrügge um. Foto: Passmann
Vor der Sitzung am Mittwochabend guckten sich die Mitglieder des Ausschusses Jugend, Familie, Senioren und Soziales der Gemeinde Barßel im Kindergarten St. Marien in Harkebrügge um. Foto: Passmann
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Die Ausgaben für die kirchlichen Kindergarten in der Gemeinde Barßel sind stark angestiegen. Preiswerter ist für die Kommune der Zuschuss zum Mittagessen in Schulen und Kindertagesstätten.

Barßel - Das Angebot an Kindergärten mit Ganztagsangebot und Kinderkrippen ist in der Gemeinde Barßel umfangreich und familienfreundlich. Die Kindergärten stehen in Trägerschaft der katholischen und der evangelischen Kirche. Das Bischöflich Münstersche Offizialat hat nun der Gemeinde Barßel die Haushaltspläne der vier Kindergärten in katholischer Trägerschaft vorgelegt. Das sind St. Marien in Harkebrügge, St. Anna im Ortsteil Neuland, „Heilige Familie“ im Kernort Barßel sowie „Die Arche“ in Elisabethfehn. Der Ausschuss für Jugend, Familie, Senioren und Soziales nahm die Finanzplanungen bei der Sitzung am Mittwoch im Pfarrheim von Harkebrügge zur Kenntnis. Demnach hat die Kommune einen Defizitausgleich in Höhe von rund 2 Millionen Euro zu leisten. Hinzu kämen weitere 500.000 Euro für den Jona-Kindergarten, der in Trägerschaft der evangelischen Kirche ist, erläuterte Erster Gemeinderat Michael Sope. Insgesamt sind die hohen Ausgleichszahlungen zurückzuführen auf deutliche Kostensteigerungen.

Eine Fortführung bei der Bezuschussung der Mittagessen an Schulen und Kindertagesstätten hatten die SPD-Fraktion beantragt. Seit einem Jahr bezuschusst die Gemeinde das Mittagessen. „Viele Familien nutzten das Angebot der Ganztagsbetreuung. Ein gemeinsames Mittagessen und eine gute Verpflegung gehören selbstverständlich zur Ganztagsbetreuung“, begründete Ratsfrau Daniela Wulf (SPD) den Antrag ihrer Fraktion. Gerade für einkommensschwache Familien und Alleinerziehende , die keinen Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepakete des Bundes haben, sei die Teilnahme an den gemeinschaftlichen Mittagessen durch die begrenzten finanziellen Mittel sonst oft nicht möglich, so die SPD-Ratsfrau weiter.

Zuschuss der Gemeinde läuft weiterhin

„Naja. Ganz so ist es nicht. Es gibt durchaus Familien und Eltern, die das Mittagessen bezahlen können“, stellte Ratsherr Johannes Geesen (CDU) fest. Seine Fraktion stimmte dennoch der Fortführung der Bezuschussung zu. Der Ausgabepreis für die Mittagsverpflegung wird in den Kindertageseinrichtungen weiterhin mit einem Euro und an den Schulen mit 1,45 Euro subventioniert. Rund 47000 Euro lässt sich die Kommune die Unterstützung der Gemeinschaftsmahlzeiten kosten.

Freuen darf sich die Kinderkrippe St. Ansgar auf ein neues Außenspielgerät. Die Anschaffung für die Einrichtung im Kernort wird von der Kommune mit 19.800 Euro gefördert. Vor der Sitzung schaute sich der Ausschuss im Kindergartenanbau und den neuen Gruppenräume der KiTa Harkebrügge an.

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