Straßenausbau im Saterland  Straße „Am Bollinger Kanal“ wird sieben Meter breit

Hans Passmann
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Von Hans Passmann
| 10.11.2023 11:12 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Raiffeisenstraße in Ramsloh-Hollen wird ausgebaut. Für die Möhlenschleede hingegen gibt es noch keine konkreten Pläne. Foto: Kruse
Die Raiffeisenstraße in Ramsloh-Hollen wird ausgebaut. Für die Möhlenschleede hingegen gibt es noch keine konkreten Pläne. Foto: Kruse
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Über die Breite einer Straße in Bollingen wurde im Saterland diskutiert. „Am Bollinger Kanal“ und die Raiffeisenstraße werden ausgebaut. Eine Einwohnerin fragte, warum Buschrosen verschwunden sind.

Ramsloh/Strücklingen - Die Straße Möhlenschleede in Ramsloh ist einem schlechten Zustand. Ein Ausbau wäre dringend erforderlich, diskutiert wurde darüber schon lange, auch über die Kosten für die Anlieger. „Doch in den nächsten zwei bis drei Jahren wird hier nicht ausgebaut“, machte Bürgermeister Thomas Otto auf der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Verkehrswesen , Fremdenverkehr und Digitalisierung im Rat der Gemeinde Saterland deutlich, als um den Ausbau der angrenzenden Raiffeisenstraße ging.

Während der Einwohnerfragestunde hatte Anwohner Edmund Eilers den schlechten Zustand der Möhlenschleede kritisiert. Er selbst sei dort erst vor kurzem durch ein Schlagloch gestolpert. „Der Ausbau der Möhlenschleede steht nicht auf der Tagesordnung. Wir werden natürlich die Schadstellen so gut wie möglich ausbessern. Aber es wird vorerst bei der Flickschusterei bleiben“, so Bürgermeister Otto.

Raiffeisenstraße wird ausgebaut

Die angrenzende Raiffeisenstraße, bisher ist sie Baustraße, wird dagegen hergestellt. 350.000 Euro sind als Kosten veranschlagt. „Nachdem die Wohnbaugebiete Fännes Sklede und Fännes Hachte bereits vollständig bebaut und der Straßenausbau erfolgt ist, ist es an der Zeit, die Raiffeisenstraße endgültig herzustellen.

Mit dem Kauf ihrer Grundstücke haben die Anwohner der Straßen ihren jeweiligen Erschließungsbeitrag in voller Höhe abgelöst“, betonte Bauamtsleiter Timo Hinrichs. Im Dezember werde es noch eine Anliegerversammlung zu den Ausbauplänen geben. „Wünsche und Anregungen könnten dann noch berücksichtigt werden.“

Verkehrsberuhigter Ausbau „Am Bollinger Kanal“

Ebenso verhält es sich mit der Straße „Am Bollinger Kanal“ in Bollingen. Auch dort soll verkehrsberuhigt für rund 460.000 Euro ausgebaut werden. Vorgesehen ist eine Breite von sieben Meter mit Hochbord und Grünstreifen. „Warum soll in so einer Breite ausgebaut werden?“, fragte ein Anwohner. Zudem kritisierte der Anlieger, dass erst im Dezember die Anwohner über die Ausbaupläne informiert werden und schon in der Sitzung der Ausbauplan beschlossen werden soll.

Die Straße „Am Bollinger Kanal“ in Bollingen soll verkehrsberuhigt ausgebaut werden. Anlieger machen sich wegen der geplanten Breite der Straße Sorgen. Foto: Passmann
Die Straße „Am Bollinger Kanal“ in Bollingen soll verkehrsberuhigt ausgebaut werden. Anlieger machen sich wegen der geplanten Breite der Straße Sorgen. Foto: Passmann

„Die Breite von sieben Meter ist Standard. Die Straße wird 5,50 Meter und nur so ist eine reibungsloser Gegenverkehr gewährleistet“, erklärte Bauamtsleiter Hinrichs. „Wir beschließen heute nichts. Der Ausschuss fasst nur eine Empfehlung. Anregungen und Wünsche können dann noch immer in den Plan eingearbeitet werden“, sagte Bürgermeister Otto.

Noch ist es eine Baustraße in der Wohnbausiedlung in Bollingen. Nun soll dort die Straße in einer Breite von sieben Metern ausgebaut werden. Foto: Passmann
Noch ist es eine Baustraße in der Wohnbausiedlung in Bollingen. Nun soll dort die Straße in einer Breite von sieben Metern ausgebaut werden. Foto: Passmann

„Wo sind die Buschrosen geblieben?“

Susanne Jakobi aus Strücklingen bemerkte in der Einwohnerfragestunde, dass mittlerweile aus den Beeten an den Straßen im Ort die Buschrosen entfernt und dafür Rasen angesät wurde. „Das finde ich schade, und es trägt nicht gerade zu einem schöneren Ortsbild bei. Wird man als Einwohner nicht gefragt?“, wollte Jakobi wissen. „Es sind immer wieder Beschwerden an uns herangetragen worden. Außerdem ist der Pflegeaufwand mittlerweile so groß geworden, dass wir diesen reduzieren mussten. Insgesamt sollten die Pflegemaßnahmen für die Bauhofmitarbeiter erleichtert werden“, erklärte Bürgermeister Otto. Einwohner würden nicht gefragt. Auch die Politiker würden nicht mit eingebunden. „Das entscheidet die Verwaltung“, so Otto.

Verabschiedet wurden vom Ausschuss das Investitionsprogramm 2023 bis 2027 und der Teilhaushalt für 2024. „Das gesamte Paket wird noch einmal in den Haushaltsberatungen des Gemeinderates auf den Tisch kommen“, so Erster Gemeinderat Jens Gralheer.

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