Nahversorgung in Papenburg  Marktkauf im Ems-Center – Termin für Eröffnung steht fest

Gerd Schade
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Von Gerd Schade
| 08.11.2023 10:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
In knapp drei Wochen wird der Supermarkt Marktkauf im Ems-Center in Papenburg eröffnet. Fotos: Schade
In knapp drei Wochen wird der Supermarkt Marktkauf im Ems-Center in Papenburg eröffnet. Fotos: Schade
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Für die ersten Kunden, die am Eröffnungstag kommen, soll es eine Überraschung geben, kündigt Marktleiter Sören Barthold an. In der Filiale der Supermarktkette wird viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt.

Papenburg - In knapp drei Wochen eröffnet die Marktkauf-Filiale im neuen Ems-Center in Papenburg erstmals ihre Türen. Bis dahin ist noch viel zu tun. Was erwartet die Kunden? Besuch auf einer Großbaustelle. Sören Barthold wirkt gelassen – zumindest äußerlich. Der Marktleiter der Marktkauf-Filiale ist gewissermaßen der Herrscher über ein kreatives Chaos. Um ihn herum wuseln rund 80 Arbeiter von einem halben Dutzend Firmen, darunter Elektriker, Kältetechniker und Trockenbauer. Andere räumen die ersten Regale mit Waren ein. Dabei handelt es sich entweder um Nicht-Lebensmittel oder lang haltbare Waren wie Konserven.

In nahezu jeder Ecke des künftigen Marktes mit einer Verkaufsfläche von knapp 5300 Quadratmetern tut sich was. Das komplette Sortiment wird mehr als 60.000 Artikel umfassen. Mehr als 400 Parkplätze stehen vor dem Haupteingang zur Verfügung.

Einen Monat Zeit zum Einrichten

Die Gelassenheit von Marktleiter Barthold hat einen Grund. Bei anderen Märkten bleibe oft deutlich weniger Zeit zum Aufbauen und Einräumen, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Mit dem Einrichten habe der Edeka-Konzern, zu dem die Supermarkt-Kette Marktkauf gehört, am 20. Oktober begonnen, mit dem Einräumen der ersten Artikel am Donnerstag. „Bis zum 22. November muss alles stehen. Am 23. schließen wir erstmals die Türen auf“, so Barthold. Ab dann wird der Markt montags bis samstags von 8 bis 22 Uhr geöffnet sein. Barthold rechnet fest damit, dass am Tag der Eröffnung, Donnerstag, 23. November, „eine Menge los“ sein wird. Die ersten Kunden dürften sich überraschen lassen. Mehr verrät Barthold nicht. Der Haupteingang in die sogenannte „Mall“ befindet sich beim großen Parkplatz mit mehr als 400 Stellflächen, ein weiterer am Deverweg. Weil es für sie aktuell noch keine Mieter gibt, wird Marktkauf zwei kleinere Ladenflächen nahe dem Haupteingang zunächst selbst bestücken und betreiben, mit Weihnachtsartikeln und Feuerwerk, wie Barthold erklärt.

Marktleiter Sören Barthold räumt die Regale ein.
Marktleiter Sören Barthold räumt die Regale ein.

Gewissermaßen teilen wird sich das Unternehmen einen sich daran anschließenden Gastronomie-Bereich mit der Bäckerei und Konditorei Musswessels aus Rhede. Zum Essen und Trinken stehen insgesamt 120 Sitzplätze zur Verfügung, 30 davon draußen. Zudem gibt es Spielgeräte für Kinder. Ebenfalls Teil der Mall wird der Tabak- und Zeitschriftenhandel M. Niemeyer. Er kehrt ebenso ins neue Ems-Center zurück wie Musswessels und der Textil-Filialist Ernstings Family. Letzterer feiert wie Marktkauf und die Filiale der Drogeriekette Rossmann Eröffnung am 23. November.

Easyfitness zieht erst im Frühjahr ein

Voraussichtlich erst im Frühjahr 2024 hingegen wird Barthold zufolge das Fitnessstudio Easyfitness im Obergeschoss des neuen Ems-Centers eröffnen. Auf dessen rund 1300 Quadratmeter großer Fläche herrscht in diesen Tagen noch gähnende Leere. Marktkauf-Kunden haben die Wahl zwischen unterschiedlichen Kassentypen, den klassischen (7), zur Selbstabrechnung (4) sowie für den sogenannten Easy-Shopper (2). Für Letzteres stehen insgesamt 60 Wagen zur Verfügung, die Kunden den Einkauf erleichtern sollen. Kurz gesagt funktioniert das so: Die gewünschte Ware wird aus dem Regal genommen, am Wagen eingescannt und kann direkt in die Einkaufstasche. Bezahlt wird kontaktlos. Sowohl von außen als auch über den Markt zugänglich ist ein Getränkehandel mit zwei weiteren Kassen sowie unter anderem begehbaren Kühlschränken.

Mitten im Markt wird es Barthold zufolge einen „Marktplatz“ geben, zu dem unter anderem eine Sushi-, Smoothie- und Salatbar gehören. Die Bedientheke für Fleisch- und Wurst verfüge über einen Reifeschrank für Dry-Aged-Produkte von Schwein und Rind und die Frischfisch-Abteilung über eine Räucherei.

Viele Lieferanten aus der Region

Barthold verspricht generell viel persönlichen Service und Beratung. Gewährleisten sollen ihn insgesamt rund 120 Mitarbeiter, deren Rekrutierung trotz branchenübergreifendes Personalmangels nicht außergewöhnlich schwierig gewesen sei, wie der Marktleiter auf Nachfrage sagt.

Überdies lege man großen Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Barthold arbeitet nach eigenem Bekunden mit 24 regionalen Lieferanten aus einem Umkreis von rund 30 Kilometern zusammen, darunter der Hühnerhof Terhorst, die Vollkornbäckerei Ahaus und der Imkerei Pfitzner. Im Eingang werde es eine Landkarte mit allen Lieferanten geben, im gesamten Markt kostenloses W-Lan. Betrieben werde der Markt zu 100 Prozent mit Ökostrom. Zum Heizen werde Abwärme aus der Kältetechnik für die Tiefkühlbereiche sowie eine Wärmepumpe genutzt. „Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle“, betont Barthold.

Er verweist zudem darauf, dass der Markt im Inneren regional gestaltet wird, beispielsweise in Schiffsbau- und Kanaloptik. In diesem Zusammenhang spielt auch die Meyer Werft eine Rolle. Sie habe Marktkauf Bilder zur Verfügung gestellt, berichtet Barthold. Ergänzt werde die Optik durch kurze Texte zur Geschichte der Region.

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