Blick in die Bezirksliga Fußball-Mannschaften treffen sich auf dem Gallimarkt
Für die Bezirksligisten aus der Region hat der Besuch des Volksfestes am Freitagabend Tradition. Trainingseinheiten wurden extra verschoben. Ein Team trainiert Freitag früher – und Samstag nochmal.
Ostfriesland - Der Gallimarkt in Leer wirbelt auch die Trainingspläne der regionalen Fußball-Bezirksligisten durcheinander. Statt Training steht für die Teams am Freitagabend ein Mannschaftsabend auf dem großen Volksfest an. „Das hat Tradition“, sagt auch Matthias Welzel, Trainer des SV Jheringsfehn/Stikelkamp/Timmel.
Auf dem Festgelände gibt es dann ein großes Hallo zwischen Duzenden Sport-Mannschaften aller Spielklassen. In der Bezirksliga haben alle Teams aus dem Landkreis Leer ihr normales Abschlusstraining extra verlegt: Germania Leer, TV Bunde, TuRa 07 Westrhauderfehn, SV Holtland und SV Jheringsfehn.
Voller Bus aus Stikelkamp
In Jheringsfehn steht das Abschlusstraining schon am Donnerstag an. „Am Freitag treffen wir uns dann um 17.30 Uhr in Stikelkamp, essen zusammen etwas und fahren dann eine Stunde später im großen Bus zum Gallimarkt.“ Dort werden dann auch die 2. Herren, 4. Herren und das Damenteam Platz nehmen. Das Gallimarkt-Ritual wird die Bezirksliga-Mannschaft zusammen mit den anderen Seniorenteams angehen. „Auch wir von der Mannschaft versuchen dann, die ersten Stunden noch zusammen zu verbringen. Dann wird es sich meist zerlaufen.“
Denn man wird viele bekannte Gesichter, auch vom Fußballplatz, sehen. Die Spieler des SV Holtland und TuRa 07 Westrhauderfehn treffen sich schon im Steakhaus Jadera. Denn sowohl die Mannschaft von Michael Zuidema (TuRa 07) als auch die von Stefan Marx (Holtland) hat dort zum Start des geselligen Abends Tische reserviert. Unterschiedlich ist aber die Trainingsgestaltung: Während Holtland das Training von Freitag auf Donnerstag vorverlegt hat, hat es TuRa 07 nach hinten geschoben. Um 11 Uhr am Samstag trifft sich der Tabellenzweite zur „Kater-Einheit“ vor dem Sonntags-Heimspiel gegen Schlusslicht TuS Hinte.
Training, Gallimarkt, Training
„Auch wir gehen natürlich geschlossen zum Gallimarkt, das gehört dazu“, sagte Erhan Colak. Der Coach von Tabellenführer Germania Leer hat dieses Ritual als Spieler und Coach von verschiedenen Mannschaften schon einige Male erlebt. Colak verbindet diesmal Geselligkeit und angemessene Vorbereitung für das Spitzenspiel am Sonntag beim SV Großefehn.
Am Freitag beginnt das Training extra etwas früher, ehe der Teamabend mit einem Restaurant-Besuch bei „Syrtaki“ startet. Nach der Party am Freitag und vor der Partie am Sonntag steht noch ein lockeres Training am Samstag an. „Wir treffen uns dann nochmal zum Ausschwitzen“, so Colak.
Personalien in Aurich
Angesichts des Gallimarktes ist es nicht verwunderlich, dass an diesem Spieltag fast alle Spiele am Sonntag stattfinden. Nur die Partie aus dem Tabellenkeller zwischen dem TuS Strudden (13.) und der SpVg Aurich (16.) wird schon am Samstag ab 15 Uhr ausgetragen. Nach der Teamvorstellung Anfang August hatte sich bei den Aurichern personell noch etwas getan. Der Amerikaner Eliel Pierre Delphonse war doch wieder aus der Heimat zurückgekehrt. Er spielte in neun von zehn Spielen mit. Über ihn entstand auch der Kontakt zu Bankole Jarrett, der bis zum Sommer bei Germania Leer gespielt hatte. Der amerikanische Stürmer kommt ebenfalls schon auf sechs Einsätze, traf bisher zweimal. Einmal mehr wirkte Kafil Kouame bisher mit. Der Mann aus der Elfenbeinküste lebt als Flüchtling in Aurich und überzeugte im Probetraining. Sich ebenfalls selbst angeboten hatte Matarr Jatta. Der ehemalige Spieler der SG Egels-Popens stieß im Laufe der Saison zum Kader (vier Einsätze).
Zu dem gehört seit dem Sommer auch wieder Adam Toufaili. Das Eigengewächs war vom Fußball-Landesligisten SV Wilhelmshaven ans Ellernfeld zurückgekehrt und trotz seines jungen Alters ein echter Hoffnungsträger. „Leider hatte er sich vor einigen Wochen schwer am Knie verletzt. Er wird im November operiert“, erklärte Aurichs Sportlicher Leiter Heinz Haase. Toufaili hat sich das Kreuzband gerissen und am Meniskus verletzt.