Ahlhorn Nach Unfall auf A1: Polizei gibt Fahrbahn in Richtung Osnabrück frei
Auf der A1 hat sich im Bereich des Dreiecks Ahlhorn am Donnerstagvormittag ein schwerer Unfall ereignet. Ein Lastwagen brannte aus. Die Autobahn wurde Richtung Osnabrück und Bremen voll gesperrt. Am Freitagabend gab die Polizei die Fahrbahn wieder komplett frei.
Vollsperrung auf der A1: Ein schwerer Verkehrsunfall hat am Donnerstag erhebliche Behinderungen auf der Autobahn zwischen Osnabrück und Bremen ausgelöst.
Wie die Polizei mitteilte, war ein 55 Jahre alter Mann gegen 10.30 Uhr mit einem Sattelzug auf der A1 in Richtung Osnabrück unterwegs. Er gab an, zwischen dem Dreieck Ahlhorn und der Anschlussstelle Cloppenburg im Bereich der Gemeinde Emstek von einem weißen Auto geschnitten worden zu sein und anschließend die Kontrolle über den Lastwagen verloren zu haben.
Zunächst kam er mit dem Sattelzug nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit der Außenschutzplanke. Von dort prallte er ab, überfuhr die komplette Fahrbahn und krachte in der Mitte gegen einen Brückenpfeiler. „Die Sattelzugmaschine fing Feuer, das sich auf den Sattelanhänger – beladen mit Waschmittel – ausbreitete“, so die Polizei.
Trümmerteile und Teile der Ladung fielen auf die Fahrbahn Richtung Norden. Der 55-Jährige konnte die Fahrerkabine nach Angaben der Beamten selbständig verlassen. Er wurde vor Ort von der Besatzung eines Rettungswagens versorgt, galt als leicht verletzt und wurde in ein Krankenhaus gefahren.
Die Freiwilligen Feuerwehren Emstek, Wildeshausen und Ahlhorn wurden alarmiert und rückten mit 82 Einsatzkräften aus. Bei den Löscharbeiten erlitt ein Feuerwehrmann aus Ahlhorn leichte Verletzungen. Auch er wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren.
Die Höhe des entstandenen Schadens am Sattelzug, an der Brücke und an der Fahrbahn ist noch nicht bekannt. Nach dem Unfall musste eine Vollsperrung der A1 in beide Fahrtrichtungen eingerichtet werden. Dazu wurde der Verkehr in Richtung Süden am Ahlhorner Dreieck und in Richtung Norden an der Anschlussstelle Cloppenburg abgeleitet. Eine zusätzliche Sperrung in Richtung Süden wurde auf der A29 an der Anschlussstelle Ahlhorn eingerichtet.
Durch die Sperrung kam es rund um Ahlhorn und Emstek zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. „Alleine die Staus auf der Autobahn 1 betragen rund zehn Kilometer“, so Polizeisprecher Albert Seegers am Donnerstagnachmittag. Hinzu kamen Verzögerungen auf den Umleitungsstrecken.
Die Autobahnpolizei Ahlhorn sucht Zeugen des Unfallhergangs. Hinweise werden unter der Telefonnummer 04435 9316-0 entgegengenommen.
Gegen 18.30 Uhr am Donnerstag meldete die Polizei, dass ein Statiker die Überprüfung der Brücke abgeschlossen habe. Mit der Konsequenz, dass die Richtungsfahrbahn Osnabrück vorerst gesperrt bleibt. Aufgrund der Unfall- und Brandschäden bestehe die Gefahr, dass sich Brückenteile lösen und auf die Fahrbahn beziehungsweise passierende Fahrzeuge fallen könnten.
Diese Gefahr bestehe auch für die Richtungsfahrbahn Hamburg, allerdings konnte die Fahrbahn „zumindest teilweise freigegeben werden“, wie die Polizei mitteilte. Am Freitagabend gegen 18.40 Uhr teilte die Polizei mit, dass die beiden rechten Fahrstreifen Richtung Osnabrück wieder freigegeben wurden.