Drogenhandel in Friesoythe Dealer vom Amtsgericht verurteilt
In seiner Wohnung lagerte ein Friesoyther mehr als zehn Kilogramm Rauschgift. Wegen Drogenhandels musste sich der Mann nun vor dem Amtsgericht Cloppenburg verantworten. Auch seine Frau war angeklagt.
Friesoythe/Cloppenburg. Wegen Beihilfe zum Handeltreiben mit Rauschgift in nicht geringer Menge hat das Amtsgericht Cloppenburg einen 28 Jahre alten Mann aus Friesoythe zu einer Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Die Ehefrau des Angeklagten wurde freigesprochen. Das Ehepaar hatte in seiner Wohnung in Friesoythe große Mengen Rauschgift gelagert, um sie zu verkaufen. Insgesamt ging es um zehn Kilogramm Marihuana sowie 300 Gramm Kokain.
Außerdem wurden bei einer polizeilichen Durchsuchung der Wohnung im Februar vorigen Jahres 23000 Euro in der Wohnung des Ehepaares gefunden. Das Geld hatte die Staatsanwaltschaft als Drogengeld eingestuft und deswegen beschlagnahmt. Dreh- und Angelpunkt der Drogengeschäfte war der Bruder des angeklagten Ehemannes. Er war den Feststellungen zufolge der Hauptdealer gewesen.
Viereinhalb Jahre Haft für Haupttäter
In einem gesonderten Verfahren war der Bruder des Ehemannes vom Landgericht Oldenburg zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Daran ist zu erkennen, wer die Hauptrolle beim Dealen gespielt hatte. Der aktuell Angeklagte aus Friesoythe spielte eher eine untergeordnete Rolle. Deswegen wurde er auch nur wegen Beihilfe zum Handeltreiben mit Rauschgift in nicht geringer Menge verurteilt.
Die Ehefrau wurde vor Gericht freigesprochen. Sie hatte glaubhaft erklärt, mit der ganzen Sache nichts zu tun zu haben. Sie soll zwar gewusst haben, dass in der Wohnung große Mengen Rauschgift lagerten. Sie musste das aber ertragen nach dem vom Gericht festgestellten Motto ihrer Beziehung: Duldung oder Ende der Ehe.
Alle Spuren führten zu Friesoyther Ehepaar
Auf die Spur des Ehepaares waren die Ermittler eben durch den Bruder des Ehemannes gekommen. Der Mann war im Rahmen von Ermittlungen ins Visier der Ermittler geraten, wurde observiert und abgehört. Alle Spuren führten dann zu der Wohnung des Ehepaares in Friesoythe. Die Wohnungsdurchsuchung brachte das ganze Ausmaß des Geschehens ans Tageslicht.