Stromkosten senken Photovoltaik soll Friesenbad beim Energiesparen helfen
Auf den Dächern des Friesenbads sollen Photovoltaikanlagen installiert werden. Das Freibad nutzt aber noch eine andere Möglichkeit, Energiekosten zu sparen.
Weener - Das Friesenbad in Weener steht angesichts steigender Energiekosten unter Sparzwang. Die Verwaltung hatte daher im vergangenen Jahr den Vorschlag gemacht, auf den Dächern der Anlage eine Photovoltaikanlage zu errichten, um die Stromkosten zu senken.
„Wir wollen vorab einige Info-Angebote einholen, um einen groben Überblick über die technischen Möglichkeiten und die Kosten zu bekommen“, so Friesenbad-Geschäftsführer Hermann Welp. Die Angebote sollen zunächst nur eine Orientierung darstellen für eine spätere offizielle Ausschreibung. Die Kosten und die Frage, wie eine mögliche Finanzierung aussehen könnte, soll dann im Dezember bei den Beratungen zum Wirtschaftsplan des Friesenbades diskutiert werden.
Wirtschaftsplan wird erstellt
In Sachen Heizkosten fährt das Friesenbad – übrigens das einzige Freibad im Landkreis Leer – schon heute günstiger als die meisten anderen Freibäder in der Region. Durch die Fernwärmeversorgung der Firma Klingele wird das Wasser durch eine unterirdische Leitung mit Fernwärme beheizt. Das ermöglicht eine deutlich längere Saisondauer als in anderen Freibädern. Das Friesenbad ist von Mitte April bis Mitte September geöffnet, weil die Wassertemperatur bei bis zu 28 Grad liegt.
Weil die Friesenbad GmbH eine hundertprozentige Tochter der Stadt Weener ist, muss die Stadt auch die Verluste ausgleichen. Im vergangenen Jahr war Friesenbad-Geschäftsführer Hermann Welp in den Prognosen des Wirtschaftsplans für das Jahr 2023 noch von einem Fehlbetrag von 232.600 Euro und einem Zuschussbedarf von 262.000 Euro ausgegangen. Ob die Stadt damit auskommen wird, darf allerdings bezweifelt werden. „Auf der einen Seite sind die Kosten für Strom und Chemikalien gestiegen, auf der anderen Seiten sind die Einnahmen deutlich geringer ausgefallen“, nennt Welp die Hintergründe.