Mehrere Krankenwagen-Einsätze Die Torwart-Pechsträhne bei TuRa 07
Die U23 von TuRa Westrhauderfehn musste in dieser Saison schon mehrere Verletzungen von Torhütern – und sogar Aushilfskeepern – hinnehmen. Die skurrile Situation im Überblick.
Westrhauderfehn - In der Fußball-Ostfrieslandliga ist der U23 von TuRa 07 Westrhauderfehn mit vier Siegen aus sechs Spielen ein guter Start gelungen, auch wenn es zuletzt eine 0:3-Heimniederlage gegen TuS Weene gab. Die Mannschaft von Trainer Marcel Degner steht auf dem vierten Tabellenplatz, das wird allerdings von einer Pechsträhne überschattet.
Bereits dreimal in dieser Saison musste bei Spielen der TuRaner ein Krankenwagen anrücken, und dabei erwischte es dreimal den Westrhauderfehntjer Torwart. Gegen Weene musste nun Tammo Santjer ins Krankenhaus gebracht werden. „Das ist für die Jungs richtig schlimm. Dass es uns ins kürzester Zeit so hart trifft, ist schon seltsam, so etwas habe ich noch nicht erlebt. Die Saison ist erst ein paar Wochen alt, und wir hatten schon mehrmals den Krankenwagen da. Dass sich bei uns dann ausgerechnet zwei Aushilfstorwarte verletzten, ist umso bitterer“, sagt Marcel Degner.
Verletzungen in der Schlussphase
Die Pechsträhne der TuRa-Torhüter begann bereits in der Vorbereitung. Tammo Santjer verletzte bei der Sportwoche in Strücklingen. So stand im Pokalspiel gegen den TSV Ostrhauderfehn der noch angeschlagene Ole Frieling im Kasten. Der dritte Torwart Mathes Siebrands steht in der Regel nur alle zwei Wochen zur Verfügung und war ortsabwesend. So setzte sich Teammanager Stefan Brelage, der in seiner aktiven Zeit als Torjäger glänzte, als Ersatzkeeper auf die Bank. Nach 60 Minuten musste Frieling verletzt ausgewechselt werden, und Brelage stellte sich ins Tor. Der Ex-Coach der U23 machte seine Sache auch gut. In der Nachspielzeit knickte Brelage dann beim Abfangen einer Flanke weg und riss sich die Patellasehne im Knie.
So mussten die TuRaner im Auswärtsspiel beim TuS Leerhafe-Hovel ohne etatmäßigen Torwart antreten. Siebrands war ortsabwesend, Santjer und Frieling noch verletzt. Mit Sven Steenhoff stellte sich ein Feldspieler zwischen die Pfosten, der an der 1:5-Niederlage schuldlos war. In der letzten Aktion des Spiels prallte Steenhoff bei einer Eins-gegen-Eins-Situation mit dem gegnerischen Stürmer zusammen, und beide Akteure brachen sich die Kniescheibe.
MRT-Untersuchung soll Klarheit bringen
Im Heimspiel gegen Weene war der Krankenwagen dann zum dritten Mal im Einsatz. Der wieder genesene Tammo Santjer prallte mit einem Gegner zusammen und verletzte sich ebenfalls am Knie. „Die Kniescheibe war kurz rausgesprungen und dann nicht wieder richtig zurück, das musste im Krankenhaus gerichtet werden. Inwiefern die Bänder etwas abbekommen, steht noch nicht fest, das soll eine MRT-Untersuchung in dieser Woche noch klären“, sagt Degner.
Glücklicherweise aus TuRaner Sicht war Frieling auch wieder fit, so dass gegen Weene kein weiterer Feldspieler in den Kasten musste. „Für Ole war es nach seiner muskulären Verletzung der erste Einsatz, er trainiert erst seit zwei Wochen wieder. Nach dem Spiel sah es bei ihm ganz gut aus, darüber sind wir froh. So können wir in den kommenden Wochen noch reagieren und hoffen, dass nun nichts mehr passiert. Unser Pech für diese Saison müsste eigentlich aufgebraucht sein“, sagt Degner.