München  Aiwanger: Flugblatt-Affäre kein Grund für Rücktritt oder Entlassung

Rebecca Niebusch
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Von Rebecca Niebusch
| 02.09.2023 14:19 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Bayerns Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger hat sich in der Affäre um ein antisemitisches Flugblatt aus Schulzeiten entschuldigt. Für einen Rücktritt sieht er keinen Grund. Foto: dpa/Peter Kneffel
Bayerns Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger hat sich in der Affäre um ein antisemitisches Flugblatt aus Schulzeiten entschuldigt. Für einen Rücktritt sieht er keinen Grund. Foto: dpa/Peter Kneffel
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Nach den Berichten über ein antisemitisches Flugblatt, das 1987 bei Hubert Aiwanger gefunden wurde, sieht dieser keinen Grund, warum er entlassen werden oder zurücktreten sollte. Gegenüber „Bild am Sonntag“ fordert der Politiker ein Ende der „Hexenjagd“.

In der Affäre um ein altes antisemitisches Flugblatt sieht der Freie-Wähler-Vorsitzende Hubert Aiwanger nach eigenen Angaben keinen Grund für einen Rücktritt oder eine Entlassung. Vielmehr geht er davon aus, dass mit seiner Beantwortung des Fragenkatalogs von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) alle Gründe für eine mögliche Entlassung ausgeräumt seien, sagte der 52-Jährige der „Bild am Sonntag“. Er forderte ein Ende der „Hexenjagd“.

Aiwangers Antworten auf die 25 Fragen von Söder im Zusammenhang mit dem Flugblatt aus Aiwangers Schulzeit waren nach dpa-Informationen am Freitagabend übermittelt worden. Die Staatskanzlei bestätigte den Eingang. Die Antworten würden nun „in Ruhe“ ausgewertet, hieß es am Samstagmorgen aus CSU-Kreisen.

Aiwanger sagte der „Bild am Sonntag“ weiter: „Ich weiß nicht, zu welcher Einschätzung der Ministerpräsident kommt, aber ich sehe nach meinen Antworten überhaupt keinen Grund für einen Rücktritt oder eine Entlassung.“ Die Koalition mit der CSU möchte er weiterführen: „Ich wünsche mir, dass es nach den Wahlen eine Fortsetzung der Koalition von uns mit der CSU geben kann, natürlich hängt das aber vom Wahlergebnis ab.“ Die Landtagswahl in Bayern ist am 8. Oktober.

Bei seinen Wählern sei „die Empörung über diese Kampagne“ groß, sagte Aiwanger. „Ich habe mich für Fehler von mir entschuldigt. Wir müssen uns jetzt wieder der Tagesarbeit für unser Land widmen können.“

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