Kindergrundsicherung  Bessere Startchancen für Kinder

Oliver Bär
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Von Oliver Bär
| 31.08.2023 18:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Kindergrundsicherung soll sozial benachteiligten Kindern bessere Chancen im Leben geben. Foto: Woitas/DPA
Die Kindergrundsicherung soll sozial benachteiligten Kindern bessere Chancen im Leben geben. Foto: Woitas/DPA
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Die Bundesfamilienministerin hat konkrete Zahlen zur Kindergrundsicherung genannt. Der Leeraner Kinderschutzbund-Chef Richard Heeren hält diese für angemessen.

Leer/Berlin - Familien fragen sich, was genau sie von der Kindergrundsicherung erwarten können. Bundesfamilienministerin Lisa Paus hat nun erste Zahlen genannt – unter Vorbehalt. 530 Euro könnte es ab 2025 für Kinder bis sechs Jahren geben, bis hin zu 636 Euro für die ältesten Kinder. Das sagte die Grünen-Politikerin in Berlin.

Für Richard Heeren, den Vorsitzenden des Kreis- und Ortsverbands Leer im Kinderschutzbund, wäre dies eine spürbare Verbesserung der bisherigen Leistungen: „Ich freue mich, dass diese Regierung endlich das Thema Kindergrundsicherung angepackt hat, und begrüße das Ergebnis sehr“, sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion. Mit Blick auf den Streit im Vorfeld der Entscheidung ergänzte Heeren: „Es ist nie eine leichte Aufgabe, wenn man sich Großes vornimmt. Aber trotz aller Differenzen sollten die Kinder nicht vergessen werden.“

Es gibt auch Kritik

Die Höhe der künftigen Grundsicherung sieht Heeren als angemessen und hilfreich für sozial benachteiligte Familien an. Natürlich werde es immer Elternhäuser geben, die ihren Kindern bessere Startchancen ermöglichen könnten, aber mit diesem Geld lasse sich die Lücke zum Durchschnitt schließen – etwa, wenn es darum gehe, auch an Klassenfahrten teilnehmen zu können. „Das ist sicherlich eine große Hilfe, auch weil etwa Ausgaben für die Schule stark gestiegen sind. Allein ein Schulranzen kostet heute ja bis zu 200 Euro oder mehr.“

Kritik an Paus’ Zahlen gibt es aber auch. So sprach Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch am Donnerstag von einer „Nullnummer“. Das, was vorliege, habe den Begriff Kindergrundsicherung nicht verdient.

Mit Material von DPA

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