Klimafolgen Bei Starkregen und Dürre ein Ass im Ärmel – Sieltief als Regenbecken
Der Klimawandel bringt Starkregen und Dürre: In Jemgum soll das Sieltief bei beidem helfen. Schritt für Schritt geht es los.
Jemgum - Der Klimawandel bringt Starkregen und Dürre. In Jemgum weiß man das und bleibt nicht untätig: Im vergangenen Jahr hatte man Dr. Leena Karrasch, Expertin für nachhaltiges Wassermanagement, eingeladen. Sie schilderte die gegensätzlich anmutenden Probleme: „Es kommt immer öfter zu Winterniederschlägen und Starkregenereignissen“, so Karrasch. Die Wassermassen könnten häufig nicht schell genug abfließen. „Bei langen Dürreperioden kann Salzwasser ins Grundwasser gelangen“, machte Karrasch eine Folge deutlich. Das Wasser fehlt. Schritt für Schritt will man die Probleme angehen. Einer: Das Sieltief in Jemgum.
Hoffnung auf Förderung
Es geht aber nicht nur darum, das Sieltief von wuchernden Sträuchern zu befreien. „Das ist nur der erste Schritt, der zweite wird allerdings aufwendiger. Es geht darum, aus dem Sieltief so etwas wie ein großes Regenbecken zu machen. Eine Möglichkeit zu finden, es aufzustauen. Das geht allerdings nicht ohne Fördermittel“, so Berlin. Da wolle sich nun die Gemeinde Jemgum hinterklemmen. „Es gibt viele motivierte Akteure, die beim Thema Wassermanagement dabei sind“, so Berlin.
Im Förderprogramm des Bundesumweltministeriums sei laut Antrag der SPD besonders ein Punkt passend für die Gemeinde: Dort geht es unter anderem um „Maßnahmen zum Wasserrückhalt in der Landschaft und zur Renaturierung von Fließ- und Stillgewässern“ und die „Anlage von naturnahen und biodiversitätsfördernden Teichlandschaften, Rückhalt und Speicherung von Niederschlagswasser mittels naturbasierter Lösungen.“ So naturnah wie das Sieltief eben.