In der Altstadt und im Klinikum gedreht Film „Overdose“ von Leeranerin Ilka Sparringa ist fast fertig
Zweimal hat die Leeranerin Ilka Sparringa in Leer für ihren Film „Overdose“ gedreht. Nun ist er fast fertig. Sie verrät, was nun noch fehlt.
Leer - Es geht nur noch um den Abspann: Die Regisseurin Ilka Sparringa aus Leer und ihr Co-Autor und Geschäftspartner Friedrich Bochröder sind angespannt und erleichtert zugleich. Seit mehr als sieben Jahren beschäftigen sie sich mit ihrem ersten Film. Nun steht „Overdose“ vor der Fertigstellung.
Was und warum
Darum geht es: Der Film „Overdose“ wurde in Leer gedreht. Die Regisseurin Ilka Sparringa erzählt, wie es mit dem Film weitergeht.
Vor allem interessant für: Filmfans
Deshalb berichten wir: Ilka Sparringa ist Leeranerin. Außerdem gab es auch Statisten aus Leer. Die Autorin erreichen Sie unter: n.nording@zgo.de
In dem Film geht es um den Anwalt Nickolas Schott, der in einen brisanten Fall verwickelt wird. Als er sich in die Geschehnisse stärker einmischt, stirbt seine Frau. Der 30-Jährige fragt sich, ob die Tat mit seinem letzten Fall zusammenhängt. Er begibt sich auf eine Reise, um herauszufinden, wer dahintersteckt. Die Spur führt in die Obdachlosenwelt und zu illegalen Medikamententests. Doch dann wird ihm der Mord an einem Journalisten angeheftet. Gedreht wurde unter anderem in der Leeraner Altstadt und im Klinikum Leer.
Ob sie zufrieden mit dem Ergebnis sind, können die beiden Autoren und Filmemacher gerade gar nicht so genau sagen. „Wir beschäftigen uns seit sieben Jahren jeden Tag damit. Wenn man aber bedenkt, was wir uns am Anfang vorgestellt haben und was jetzt dabei rausgekommen ist, sind wir sehr zufrieden“, sagt Friedrich Bochröder. „Wir haben uns in unseren Fähigkeiten in dieser Zeit unglaublich weiterentwickelt. Das bemerken wir“, sagt Ilka Sparringa.
Denn vor Herausforderungen standen die beiden in dieser Zeit häufig. In zwei Phasen im Abstand von jeweils einem Jahr fanden die Dreharbeiten in Leer statt. Dann musste eine Massenszene noch einmal um ein Jahr verschoben werden, weil die Corona-Maßnahmen eine Aufnahme nicht zuließen. „Das waren unvorhergesehene Probleme“, erinnert sich die 28-Jährige. Aber auch ohne Corona lief nicht alles rund. „Die Musik zum Film war fast fertig, doch es war Musik für ein Drama. Wir drehen aber einen Thriller“, erzählt der 32-Jährige.
Beim Filmdreh viel gelernt
Also mussten sich die beiden Filmemacher neue Musiker suchen. „Dabei haben wir aber gelernt, dass wir dieses Themenfeld auf mehrere Schultern verteilen müssen“, sagt Sparringa. So hätten sie am Ende verschiedene Fachleute für Ton, Geräusche und die Musik gehabt. „Damit hätten wir am Anfang auch nicht gerechnet“, sagt Bochröder, es habe den Film aber noch einmal qualitativ hochwertiger gemacht.
Mehr als 700 Mitwirkende haben zum Film am Ende beitragen, haben die beiden bei der Erstellung des Abspanns festgestellt. „Da möchte man auch niemanden vergessen“, sagt Sparringa.
Nach Abschluss der Produktion geht es jetzt in das nächste neue Feld für die beiden Filmemacher: Marketing. Einen Verleiher für ihren Film haben die beiden noch nicht. Ans Kino denken die beiden eher nicht. „Wir hoffen, dass sich ein Streaming-Dienst findet oder ein Fernsehsender“, sagt Bochröder. Vorher muss der Film aber bekannt gemacht werden. Das machen die beiden wie viele junge Filmemacher. „Wir reichen den Film bei vielen Film-Festivals ein“, sagt Sparringa. Auch mit dem Filmfest Emden-Norderney haben die beiden schon Kontakt aufgenommen. „Am besten ist, wenn man bei diesen Festivals läuft und sogar noch einen Preis gewinnt, um quasi ein Qualitätssiegel für den Film zu bekommen“, sagt Sparringa. Da die beiden neu im Geschäft sind, sind sie auf diese Referenzen angewiesen. Wenn der Film auf Festivals gelaufen sei, sei es wahrscheinlicher, dass er auch von Streamingdiensten oder Fernsehsendern gekauft werde.
Premiere auch in Leer
Eine klassische Premiere in Leer soll es aber auch geben, versichert Ilka Sparringa. „Ein Datum können wir allerdings noch nicht nennen“, sagt sie. Das liege daran, dass es Festivals gebe, die auf eine Erstvorführung des Filmes bestünden. „Das müssen wir erst abwarten“, sagt sie. In den nächsten ein, zwei Jahren könnten die Leeraner „Overdose“ aber zu sehen bekommen.