Forio Badelatschen verboten: Italienische Stadt führt Strafen wegen Touristen ein
Keine Badelatschen, Ball spielen verboten – in Forio auf Ischia drohen auch Touristen hohe Bußgelder, wenn sie gegen die neuen Verhaltensregeln verstoßen. Die Stadt sieht sich zu diesen Maßnahmen gezwungen.
In vielen Kommunen in Südeuropa sorgen Touristen immer wieder für Unordnung. Die italienische Stadt Forio auf der Ferieninsel Ischia geht nun mit einem ganzen Verhaltenskatalog dagegen vor. Dabei geht es nicht nur um Verhaltensregeln, sondern sogar einen Dresscode für Besucher.
Konkret besagen die neuen Regeln, dass niemand mehr in Badekleidung durch die Stadt laufen darf. Genauso verboten ist es, barfuß oder in Badelatschen durch die Altstadt zu flanieren. Wer mit nacktem Oberkörper auf Sightseeingtour gehen will, muss ebenfalls mit einem Bußgeld rechnen. Die Strafen für Verstöße sollen zwischen 25 und satten 500 Euro liegen.
Die Liste in Forio umfasst auch Regeln zum allgemeinen Verhalten in der Stadt. So können Raucher dafür bestraft werden, wenn sie ihre Zigarettenstummel auf den Bürgersteig werfen. Für Kinder besonders hart: Das Ballspielen im Stadtzentrum ist genauso verboten, wie das Hinterlassen von Kaugummi auf dem Boden.
Bei der größten Einschränkung hat sich die Stadt den Ballermann zum Vorbild genommen. Außer in gastronomischen Lokalen ist es nämlich verboten, Alkohol in der Öffentlichkeit zu trinken. Forio ist nicht die erste italienische Stadt, die den Tourismus einschränkt.
Gleich mehrere beliebte Touristenhochburgen verlangen Eintritt für den Besuch von Stränden und begrenzen zudem die Besucheranzahl stark. Auf der Insel Caprera dürfen manche Strände nur mit Eintrittskarte und einem offiziellen Reiseleiter an der Seite betreten werden.
Auch die beliebte Ferieninsel Sardinien will mit App-Buchungen gegen überfüllte Strände vorgehen. So soll der Zugang zum bekannten Sandstrand Spiaggia La Pelosa nur noch mit gebuchtem Ticket möglich sein. Kostenpunkt: sechs Euro pro Person, laut „Focus“.