Gastronomie  „Kim & Kim“ Papenburg in finanzieller Not

Kristina Roispich
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Von Kristina Roispich
| 22.08.2023 19:14 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der Restaurantbetrieb läuft trotz des vorläufigen Insolvenzverfahrens uneingeschränkt weiter. Foto: Roispich
Der Restaurantbetrieb läuft trotz des vorläufigen Insolvenzverfahrens uneingeschränkt weiter. Foto: Roispich
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Das Asia-Restaurant mit mehr als zehn Mitarbeitern steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Beim Amtsgericht Meppen ist ein vorläufiges Insolvenzverfahren anhängig. Was heißt das?

Papenburg - Unter dem Namen „Kim & Kim“ betreibt die Xing Fa. GmbH am Papenburger Untenende ein Asia-Restaurant. Doch die Firma steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Beim Amtsgericht Meppen ist nun ein vorläufiges Insolvenzverfahren anhängig – der Betrieb im Restaurant läuft trotzdem weiter.

Die Küche des Restaurants, welches zuvor unter dem Namen „Mongolia“ bekannt war, bietet fernöstliche Esskultur wie Sushi und mongolische Spezialitäten in Buffetform. Über zehn Mitarbeiter sind beschäftigt, das Restaurant verfügt über knapp 300 Sitzplätze.

Auch aufgrund aktuell gestiegener Energie- und Rohstoffkosten ist das im Jahre 2018 gegründete Unternehmen nun in wirtschaftliche Schieflage geraten. Aufgrund des Antrages eines Gläubigers ordnete das Amtsgericht Meppen am 27. Juli 2023 ein vorläufiges Insolvenzverfahren an, wie aus den Insolvenzbekanntmachungen hervorgeht.

Dabei handelt es sich genau genommen noch nicht um ein Insolvenzverfahren, sondern vielmehr um eine gerichtliche Sicherungsmaßnahme, um die wirtschaftlichen Werte des Schuldners zu schützen, um eine Benachteiligung der Gläubiger zu vermeiden.

Großes Minus – trotz reichlich Kundschaft

Zur Sicherung der Masse und zum Schutz der Gläubiger gegen die Xing Fa. GmbH bestellte das Amtsgericht Meppen den Rechtsanwalt und Betriebswirt Frank Kreuznacht zum vorläufigen Insolvenzverwalter, wie seine Kanzlei nun mitteilt. Gemeinsam mit Rechtsanwalt Alexander Vey, ebenfalls aus der überregionalen Kanzlei BBORS Kreuznacht Rechtsanwälte, habe er sich vor Ort einen ersten Überblick über die wirtschaftliche und rechtliche Situation des Unternehmens verschafft.

Aili Xu, Geschäftsführerin der Xing Fa. GmbH, arbeite mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter zusammen, heißt es weiter. Gemeinsam prüfe man derzeit die Rahmenbedingungen, die einen Erhalt des Restaurants ermöglichen könnten. Zwar werde das im Einkaufszentrum angemietete Restaurant gut frequentiert, doch steigende Energiekosten und höhere Einkaufspreise für Waren und Getränke würden deutlich das Betriebsergebnis belasten. Personelle Engpässe, so ergänzte sie, hätten sich außerdem negativ ausgewirkt.

Betrieb soll langfristig erhalten werden

„Gemäß dem Beschluss des Amtsgerichts Meppen liegt unsere Aufgabe darin, das Vermögen der Xing Fa. GmbH zu sichern und zu erhalten“, erklärt Kreuznacht. „Die Sicherung der vorhandenen Vermögenswerte, zu nennen sind hier die täglichen Restauranteinnahmen, und die geordnete Fortführung des Geschäftsbetriebes für eine optimale Befriedigung der Gläubiger sowie die gründliche Prüfung der Sanierungsoptionen, haben oberste Priorität“.

In dieser Zeit soll der Geschäftsbetrieb des Restaurants trotz des Verfahrens uneingeschränkt fortgesetzt werden, heißt es weiter. In den kommenden Wochen werde der vorläufige Insolvenzverwalter mit seinem Team die rechtlichen und kaufmännischen Grundlagen für die Umsetzung von Sanierungsschritten erarbeiten und erforderliche Maßnahmen definieren, um dann die Rentabilität des Unternehmens zu prüfen und langfristig wieder herstellen zu können. Dies geschehe in enger Abstimmung mit der Geschäftsführerin.

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