Paris Neues Verkehrsschild in Frankreich: Urlaubern drohen hohe Bußgelder
Frankreich führt ein neues Verkehrszeichen ein, das Urlauber unbedingt kennen sollten. Denn bei Verstößen drohen hohe Bußgelder. Was es damit auf sich hat und wie Sie sich richtig verhalten.
Wer mit dem Auto im Ausland unterwegs ist, muss sich auf einiges einstellen. Wechselnde Tempolimits, Mautgebühren und auch auf abweichende Verkehrsregeln. In Frankreich steht jetzt ein neues Verkehrsschild, dass Autofahrer unbedingt kennen sollten, da sich die Bedeutung nicht sofort erschließt.
Auf den ersten Blick sieht das blaue Schild mit der weißen Raute aus wie das Vereinslogo des Hamburger SV. Das Schild wurde zunächst testweise in Lyon aufgestellt. In Grenoble und Straßburg sind die neuen Schilder ebenfalls zu finden und eine landesweite Einführung steht bereits in den Startlöchern.
Das Schild weist auf eine separate Fahrbahn hin, die nur für bestimmte Verkehrsteilnehmer freigegeben ist. Dabei geht es nicht um ein Fahrverbot für Dieselautos oder Lkw, sondern vielmehr um den Individualverkehr. Denn die Spuren sind nur für Busse, Taxis, Elektroautos und Autos mit mindestens zwei Insassen. Überprüft werden soll die Einhaltung durch regelmäßige Polizeikontrollen. Außerdem sollen spezielle Radargeräte eingesetzt werden, die Verstöße automatisch erkennen.
Mittlerweile ist die Testphase vorbei, was bedeutet, wer bei einem Verstoß erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 135 Euro rechnen. Und wieso greift man in Frankreich zu so einer Maßnahme? Durch das Schild sollen Fahrgemeinschaften gefördert und die Menschen motiviert werden, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, statt sich alleine ins Auto zu setzen.
Mit der Maßnahme geht Frankreich als Beispiel für andere Länder voran. In Zukunft ist es laut einem Artikel der tz auch denkbar, dass für Fahrgemeinschaften reservierte Autobahnspuren eingeführt werden. Damit soll die Anzahl der Überholmanöver verringert und der Fahrkomfort für die Fahrer verbessert werden. Sollte das Modell in Frankreich funktionieren, könnten die Schilder auch für Deutschland eine Alternative sein.