Osnabrück Wann bekommt das Bistum Osnabrück einen neuen Bischof?
Fünf Monate ist der Rücktritt des Osnabrücker Bischofs Franz-Josef Bode her. Wann kommt ein Nachfolger? In Rom hat man offenbar keine Eile.
Zwar läuft das Leben im Bistum Osnabrück in normalen Bahnen weiter. So mancher fragt sich aber dieser Tage: Wie lange dauert es noch, bis ein neuer Bischof im Dom zu Osnabrück sein Amt antritt?
Bei der Beantwortung dieser Frage hilft ein Blick auf die Verfahrensschritte: Das Bistum hat mittlerweile eine Liste mit möglichen Kandidaten nach Rom geschickt. Die Namen darauf sind geheim. Im nächsten Schritt schickt der Vatikan seinerseits eine Liste mit drei Namen, die sogenannte Terna, nach Osnabrück. An die Ursprungsliste müsste sich Rom dabei nicht halten.
Allerdings gebe es keine Fristen, an die sich der Vatikan halten müsse, sagte Bistumssprecher Thomas Arzner im Gespräch mit unserer Redaktion. Es könne durchaus neun bis zwölf Monate dauern, bis sich Rom zurückmelde. Theoretisch auch noch länger.
Nach Erhalt der Liste wählt das Domkapitel, also das Leitungsgremium der Diözese, einen neuen Bischof. Gemäß einem Übereinkommen zwischen Kirche und Staat, dem sogenannten Preußenkonkordat muss die niedersächsische Landesregierung der Wahl zustimmen. Nach einer Übergangsfrist tritt der neue Diözesanbischof sein Amt an.
Osnabrück ist allerdings nicht das einzige Bistum, in dem ein Nachfolger gesucht wird. Nicht nur international – auch in Deutschland gibt es Diözesen, die schon länger warten, darunter Paderborn und Bamberg. Es kann also noch dauern, bis ein neuer Osnabrücker Bischof sein Amt antritt.
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