Zweiter Landesliga-Spieltag  Trainer-Bruder lässt Grün-Weiß Firrel noch spät jubeln

Helmut Borgmann und Sören Siemens
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Von Helmut Borgmann und Sören Siemens
| 13.08.2023 19:52 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Klaas Folkerts (rechts) erzielte im zweiten Landesligaspiel sein erstes Tor. Er besorgte das 1:0. Foto: Doden/Emden
Klaas Folkerts (rechts) erzielte im zweiten Landesligaspiel sein erstes Tor. Er besorgte das 1:0. Foto: Doden/Emden
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Mit der Leistung waren die Ostfriesen nicht zufrieden, mit dem Ergebnis schon. Gegen einen kessen Aufsteiger aus Stenum sorgten ein genialer Pass und ein cooler Vollstrecker für einen 2:1-Sieg.

Firrel - Nach einer durchwachsenen Leistung durften die Landesliga-Fußballer von Grün-Weiß Firrel am späten Sonntagnachmittag doch noch drei Punkte im ersten Saisonheimspiel bejubeln. Nach einem genialen Pass über gefühlte 60 Meter aus der eigenen Hälfte von Innenverteidiger Henning Röbke nahm Reinhard Grotlüschen in der 89. Minute den Ball gekonnt an und vollendete blitzsauber zum 2:1-Siegtreffer gegen Aufsteiger VfL Stenum.

Reinhard Grotlüschen war der Matchwinner. Foto: Doden/Emden
Reinhard Grotlüschen war der Matchwinner. Foto: Doden/Emden

„Ich bin froh, dass wir den ersten Sieg in der Tasche haben“, stellte Firrels 38-jähriger Trainer Bernd Grotlüschen nach der Partie nüchtern fest. Sein sieben Jahre jüngerer Bruder Reinhard hatte mit seiner Coolness dafür gesorgt, dass nach dem 1:1 zum Start in Esens nun der erste Dreier heraussprang. Den hatten die Gäste aus der Nähe von Delmenhorst zum Start beim 3:2 im Aufsteigerduell gegen Gesmold schon geholt. In Firrel kamen sie für weitere Punkte infrage. „Wir haben einen großen Aufwand betrieben und sind vom Ergebnis nun frustriert“, erklärte Gäste-Coach Lars Möhlenbrock.

Koch klärt auf der Linie

Stenum spielte aus einer verstärkten Defensive, machte das aber sehr geschickt und zielstrebig. So hätte Lennart Osterloh nach 17 Minuten das 0:1 besorgen müssen, als GW-Torwart Jann Hellmers bereits ausgespielt war und Osterloh aus sechs Metern nicht das Tor, sondern den aufmerksam verteidigenden Lukas Koch auf der Linie getroffen hätte. Tom Geerken hätte die Stenumer ebenfalls in Führung bringen können, als er alleine auf Hellmers zulaufend zu überhastet und ungenau abschloss (27.).

Spieldaten

Firrel: Hellmers; Schouwer, Steinheuser, Bloem (46. Suda), Janßen, Folkerts (69. Karius), Härtel, Olbrys (69. Röbke), Koch, Re. Grotlüschen, J. Grotlüschen (78. Lücht)

Tore: 1:0 Folkerts (47.), 1:1 Isik (Foulelfmeter, 69.), 2:1 Re. Grotlüschen (89.)

Auch wenn das auf vier Positionen umgestellte Firrel trotz einiger Spielanteile wenig einfiel, kam auch der Gastgeber vor der Pause zu zwei Möglichkeiten. Lasse Härtel versuchte es gefährlich aus spitzem Winkel und Klaas Folkerts rauschte mit vollem Einsatz in eine Flanke und der Ball landete über dem Tor, weil er in Rückenlage geraten war.

Suda vergibt, Grotlüschen nicht

„Das hat mir in der ersten Halbzeit gar nicht gefallen, das waren auch zu viele Fehler im Spielaufbau“, erklärte Bernd Grotlüschen. Seine Mannschaft kam dann energischer aus der Pause und traf direkt durch eine Direktabnahme von Folkerts zum 1:0. Doch große Sicherheit brachte die Führung nicht lange, Stenum blieb ein unangenehmer und gefährlicher Gegner, der per Foulelfmeter dann verdient ausgleichen konnte. Devin Isik verwandelte den Strafstoß, der trotz einiger Proteste gegeben wurde (69.).

Die Partie blieb offen und vor allem spannend, auch Stenum wollte mehr. Aber der eingewechselte Firreler Manuel Suda besaß dann die Großchance zum 2:1, lief alleine auf das Gäste-Tor zu und traf letztlich nicht (87.). Doch Trainer-Bruder Reinhard Grotlüschen machte es kurz darauf besser und ließ Firrel noch spät jubeln.

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