Gefährlicher Schlendrian im Rheiderland  Kniehohes Unkraut und störrische Zeitgenossen

Vera Vogt
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Von Vera Vogt
| 04.08.2023 09:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
So manches Unkraut will hoch hinaus. Foto: Gettkowski/Archiv
So manches Unkraut will hoch hinaus. Foto: Gettkowski/Archiv
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Geh- und Radwege sind teils überwuchert, Hecken nehmen die Sicht. Im Rheiderland gibt es so manchen uneinsichtigen Bürger.

Rheiderland - Erst massig Sonne, jetzt anhaltender Regen: Das Grün wuchert derzeit. Auf Geh- und Radwegen ist das im Gegensatz zum Garten allerdings kein Grund zur Freude. „Zurzeit häufen sich beim Ordnungsamt Beschwerden über ungereinigte Rad- und Gehwege sowie insbesondere Gossen im Gemeindegebiet“, schreibt die Gemeinde Bunde bei Facebook. „Aus diesem Grund wird auf die Straßenreinigungspflicht der anliegenden Grundstückseigentümer oder gleichgestellten Personen hingewiesen“, heißt es weiter.

Fuß- und Radwege sowie die Rinnsteine seien regelmäßig zu reinigen und von Unkraut und Wildwuchs frei zu halten. Es wird „dringend darum gebeten“, dass das flott erledigt werde. Der Schlendrian hat sich aber nicht nur in Bunde teilweise eingeschlichen.

Nicht nur einige Bunder lassen Unkraut sprießen

In Weener wuchert es ebenfalls an manchen Orten: „Auch in Weener gibt es Nachholbedarf“, sagt Kerstin Beier, Sprecherin der Stadt Weener. „Insbesondere ist es aus Verkehrssicherheitsgründen wichtig, dass die sogenannten Sichtdreiecke eingehalten werden“, mahnt sie. Eigentümer seien verpflichtet, Hecken und Bäume so zurückzuschneiden, dass alle Verkehrsteilnehmer die erforderliche Sicht haben. Die Nachlässigkeit bleibe nicht ohne Folgen: „Das Ordnungsamt macht bei Verstößen die Eigentümer schriftlich auf die Missstände aufmerksam.“

„Auch wir in Jemgum haben eine Straßenreinigungssatzung. Danach müssen bei uns ebenfalls die Anwohner die Gehwege aber auch die Regenrinnen entlang der Grundstücke reinigen“, sagt Bürgermeister Hans-Peter Heikens. Der Großteil mache das auch. „Es gibt allerdings überall Zeitgenossen, die sehr uneinsichtig sind. Da wächst dann beispielsweise das Unkraut kniehoch auf dem Gehweg oder die Regenrinne, die für einen einwandfreien Ablauf von Oberflächenwasser sorgen soll, wächst zu“, so Heikens.

In den Fällen müsste man leider jedes Mal die Grundstückseigentümer anschreiben und auf die Satzung hinweisen. „Der Aufwand ist gerade in den Sommermonaten nicht zu unterschätzen, weil das ja jedes Mal angemahnt, kontrolliert und im Notfall erneut angemahnt werden muss“, sagt Heikens. Bei den meisten sei es aber so, dass spätestens nach der zweiten Mahnung dann die Reinigung erfolge. „Ähnlich ist das beispielsweise auch mit Hecken, die in den Gehweg oder Radweg hineinragen. Auch da müssen wir bei manchen Mitbürgern immer wieder nachfassen.“

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