Bezirksligist eröffnet Saison  Germania Leer besiegt Ailton, Frings und Co. mit 6:0

Helmut Borgmann
|
Von Helmut Borgmann
| 31.07.2023 13:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Nächster Germania-Treffer: Sechsmal musste Werder-Keeper Tobias Duffner hinter sich greifen. Alexandru Graur trifft in dieser Szene zum 2:0. Foto: Lohmann
Nächster Germania-Treffer: Sechsmal musste Werder-Keeper Tobias Duffner hinter sich greifen. Alexandru Graur trifft in dieser Szene zum 2:0. Foto: Lohmann
Artikel teilen:

Die Fußballer aus Leer trafen auf die Traditionself von Werder und siegten deutlich. Das lag am guten Germania-Spiel und dem Altersunterschied. Ein ehemaliger Star ließ sich zur Pause auswechseln.

Leer - Bei der Saisoneröffnung von Fußball-Bezirksligist Germania Leer herrschte von Beginn an Partystimmung. 450 Zuschauer, darunter viele Familien mit Kindern waren gekommen, um die Altstars von Werder Bremen wie Ailton, Torsten Frings und Aaron Hunt aus nächster Nähe tricksen und spielen zu sehen. Unter den Zuschauern war auch der 10-jährige Enrico Röbkes aus Leer. „Ich freue mich riesig auf Ailton. Er ist mein großes Vorbild, weil er immer so viele Tore macht und ich auch bei der Germania-Jugend im Sturm spiele.“

Ailton schrieb eine Menge Autogramme. Foto: Lohmann
Ailton schrieb eine Menge Autogramme. Foto: Lohmann

Außerdem hatte das Organisationsteam um den 2. Vorsitzenden Ferhat Özdemir und dem Sportlichen Leiter Harry Janssen mit einer Hüpfburg und einem Torwandschießen für die Kinder für beste Unterhaltung gesorgt. Die Altstars von Werder präsentierten sich als Stars zum Anfassen, schrieben fleißig Autogramme und standen für Selfies zur Verfügung. Außerdem nahmen sie sich auch noch Zeit für den einen oder anderen Plausch mit den Fans.

Burdenski nicht erfreut

Nebenbei spielten sie auch noch Fußball, wurden aber von der neu formierten Elf des Gastgebers überrannt und waren vor allem tempomäßig dem viel jüngeren Germania-Team völlig unterlegen. Dieter Burdenski, Trainer der Altstars, resümierte treffend: „Aufgrund des großen Altersunterschiedes war heute eine Chancengleichheit nicht gegeben. Es war nicht schön für uns, hier heute dermaßen abgeschossen zu werden“, sagte der frühere Nationaltorwart Burdenski nach der 0:6-Niederlage.

Gruppenbild des Germania-Teams und der Werder-Traditionself. Foto: Lohmann
Gruppenbild des Germania-Teams und der Werder-Traditionself. Foto: Lohmann

Schon zur Halbzeit führten die Platzherren nach Toren von Kapitän Nick Kaßmann, Alex Graur und Piotr Gherman völlig verdient mit 3:0. Lediglich Kevin Schindler prüfte Germanias Keeper Lucian Cebotari, einen moldawischen Gastspieler. Der 25-Jährige spielte auch schon international für Moldawiens U19.

Halbe Dutzend voll gemacht

Ob er verpflichtet wird, muss sich noch zeigen. Bei den vereinzelten Gegenstößen der Altstars wurde immer wieder Ailton gesucht, der aber von der Abwehr der Platzherren völlig abgemeldet wurde. Zur Halbzeit ließ er sich dann auch entnervt auswechseln. Zuschauer Uwe Rau zog folgendes Halbzeitfazit: „Die Germanen sind viel zu schnell für die Oldies. Die Bremer hätten besser gegen ein Altherren Team spielen sollen, dann hätten sie ihre Technik besser ausspielen können.“

450 Zuschauer verfolgten die Partie. Foto Lohmann
450 Zuschauer verfolgten die Partie. Foto Lohmann

In der zweiten Halbzeit ließ das Tempo dann durch die vielen Wechsel merklich nach, der Torhunger der Gastgeber war aber noch nicht gestillt. Zweimal Piotr Gherman und der Verteidiger Baran Saracoglu mit einem fulminanten 18-Meter-Schuss machten das halbe Dutzend voll.

Spieldaten

Leer: Cebotari, Gherman, Saracoglu, O. Janssen, Kaßmann, Graur, Kulas, Danilov, Ichim, Eden, Carmanov, Eingewechselt: M. Janssen, Cebula, Hessenius, Shikho.

Werder: Duffner, Horvat, Kanigowski, Pekrul, Kacan, Nouri, Frings, Franziskus, Hunt, Ailton, Schindler, Eingewechselt: Aktas, Wiedwald, Meinecke, Toth.

Tore: 1:0 Kaßmann (10.), 2:0 Graur (18.), 3:0 Gherman (30.), 4:0 Gherman (44.), 5:0 Saracoglu (45.), 6:0 Gherman (65.)

Leers Kapitän Nick Kaßmann, der mit Co-Trainer Jörg Romanowski den verhinderten Trainer Erhan Colak vertrat, äußerte sich nach dem Spiel: „Für uns war es heute unser letztes Vorbereitungsspiel, das wir unbedingt gewinnen wollten. Mit jedem Spiel finden wir uns als Team immer besser zurecht, lassen aber immer noch zu viele Torchancen ungenutzt.“

Ähnliche Artikel