Hannover Diese Vorteile gibt es für Ehrenamtliche in Niedersachsen
Ehrenamtliche leisten viel für das Gemeinwohl. Die Ehrenamtskarte bietet ihnen zum Dank einige Vergünstigungen. Was neu ist an der Karte und wie man sie bekommt.
Sie engagieren sich in Sportvereinen, geben bei den Tafeln Lebensmittel aus, lesen in Seniorenheimen vor und sind als Lebensretter bei der Feuerwehr und bei Rettungsdiensten im Einsatz: In Niedersachsen sind etwa 3,2 Millionen Menschen freiwillig für das Gemeinwohl tätig.
Das Land honoriert dieses Engagement mit einer Ehrenamtskarte, die für die Inhaber zahlreiche Vergünstigungen bietet. Neuerdings kann die Karte von mehr Menschen genutzt werden, wie die Staatskanzlei von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) jetzt mitteilte. Was heißt das genau und wie gelangen Ehrenamtliche an die Karte? Eine Übersicht.
Für den Erhalt der Karte musste der Umfang des bürgerlichen Engagements bislang wöchentlich mindestens fünf Stunden beziehungsweise 250 Stunden im Jahr betragen und seit mindestens drei Jahren bestehen. Jetzt gilt, dass das mindestens fünf Wochenstunden betragende Engagement nur noch seit mindestens zwei Jahren bestehen muss.
Ab sofort können aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren mit abgeschlossener Truppmannausbildung sowie Einsatzkräfte im Katastrophenschutz und im Rettungsdienst mit abgeschlossener Grundausbildung die Ehrenamtskarte beantragen. Der sonst grundsätzlich nötige Nachweis über die Dauer des Engagements muss von diesem Personenkreis übrigens nicht erbracht werden.
Die Ehrenamtskarte kann unter www.freiwilligenserver.de auf rein digitalem Wege beantragt werden. Auch können Vereine und Organisationen die Karte für ihre Ehrenamtlichen online beantragen. Weiter besteht die Möglichkeit, den Antrag online auszufüllen, auszudrucken und per Post einzureichen. Die Ehrenamtskarte wird von den teilnehmenden Kommunen verliehen und ausgegeben. Die Engagierten erhalten eine personenbezogene Karte, die nicht übertragbar ist.
Die Karte bietet landesweit an rund 2500 Stellen Vergünstigungen, etwa im Einzelhandel, in Museen und Schwimmbädern. Vor Ort sind Anbieter, die Vergünstigungen gewähren, oft an einem Aufkleber im Eingangsbereich oder an den Kassen erkennbar. Die niedersächsische Ehrenamtskarte wurde im Jahr 2007 eingeführt. Seit 2010 gilt sie länderübergreifend für Niedersachsen und Bremen. Derzeit beteiligen sich nach Angaben der Staatskanzlei mehr als 70 Kommunen. Aktuell gibt es rund 12.000 Karteninhaber.
Die Geltungsdauer beträgt drei Jahre und kann verlängert werden, sofern das freiwillige Engagement fortbesteht.
Das Land und die beteiligten Kommunen wollen den Einsatz für das Gemeinwohl besonders würdigen. Ministerpräsident Weil betont: „Mein herzlicher Dank gilt allen Engagierten, die mit ihrem Einsatz das Zusammenleben in Niedersachsen bereichern.“