Tote Kälber und Fohlen  Nabu rechtfertigt sich und macht dem Landkreis Leer schwere Vorwürfe

Katja Mielcarek
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Von Katja Mielcarek
| 26.07.2023 16:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Auf der Weide in Nüttermoor leben zahlreiche Heckrinder. Foto: Ortgies
Auf der Weide in Nüttermoor leben zahlreiche Heckrinder. Foto: Ortgies
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Der Nabu Niedersachsen sieht sich wegen toter Heckrinder und Konikfohlen auf Weiden in Nüttermoor zu Unrecht an den Pranger gestellt. Der Anordnung, die Herden bald aufzulösen, will er nicht folgen.

Leer - Der Nabu Niedersachsen hat sich in einer Pressemitteilung gegen Vorwürfe des Landkreises Leer bezüglich des Beweidungsprojekts in Nüttermoor gewehrt und Klagen gegen dessen Anordnungen sowie Regressforderungen angekündigt. Entgegen der Aussagen des Landkreises gehe es sowohl den Heckrindern als auch den Konikpferden auf den von der Stadt Leer gepachteten Flächen am Thedinga Vorwerk gut. Zuvor waren zwei Jungrinder und zwei Fohlen gestorben.

Auflagen, die der Landkreis dem Nabu in der Folge gemacht hätten, seien unverhältnismäßig, innerhalb der gegebenen Fristen kaum oder gar nicht umsetzbar und in Teilen gegen das Wohl der Tiere, so Landesvorsitzender Dr. Holger Buschmann. Der Landkreis hatte zuletzt angekündigt, dass beide Herden bis Ende September aufgelöst werden müssten. Das sei nicht umzusetzen, ohne „ein Massaker“ unter den Tieren anzurichten, sagte der Nabu-Landesvorsitzende am Mittwoch während einer Pressekonferenz.

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Er räumte aber auch Fehler des Nabus ein. So habe dessen Tochterfirma LUNO, die die Verantwortung für die Herden hat, es versäumt, im vergangenen Jahr die notwendigen Blutuntersuchungen zu machen und den Mist am Versorgungsplatz der Tiere abzufahren. Auch seien mehr Tiere auf der Anlage, als geplant. All das gefährde aber nicht das Wohl der Tiere und rechtfertige auch nicht das Verhalten des Landkreises.