Fehnpokal geht Freitag weiter  Collinghorst/Rajen und SCR durften jubeln

Hans Damm
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Von Hans Damm
| 19.07.2023 16:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Tobias Feldmann (Mitte), hier bedrängt von den TSV Spielern Maven Esders (links) und Sönke Schulz, traf zum späten Ausgleich für den SCR. Fotos:Damm
Tobias Feldmann (Mitte), hier bedrängt von den TSV Spielern Maven Esders (links) und Sönke Schulz, traf zum späten Ausgleich für den SCR. Fotos:Damm
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In der Gruppe B des Fehnpokals qualifizierten sich mit Ausrichter SG Collinghorst/Rajen und Titelverteidiger SC Rhauderfehn/Langholt die beiden Finalteilnehmer von 2022 für das Halbfinale am Freitag.

Collinghorst - Der Vorjahressieger musste auf der mit 300 Zuschauern gut gefüllten Sportanlage des TuS Collinghorst beim 1:1-Unentschieden im Auftaktspiel gegen den TSV Ostrhauderfehn allerdings bis in die Nachspielzeit ums Weiterkommen bangen, ehe Tobias Feldmann die TSV-Führung egalisierte. Nach der 0:3-Niederlage gegen die Gastgeber war für Ostrhauderfehn das Turnier dann wie im letzten Jahr frühzeitig beendet, da sich Collinghorst/Rajen und der SCR im Abschlussspiel torlos trennten.

Im ersten Halbfinale stehen sich am Freitag zunächst der Holter SV und der SC Rhauderfehn gegenüber, danach trifft die SG Collinghorst/Rajen auf TuRa 07 II/U23.

TSV Ostrhauderfehn – SG Rhauderfehn/Langholt 1:1

Der Titelverteidiger erwischte den besseren Start. In der dritten Minute scheiterte Tobias Feldmann nach einem Abwehrfehler am stark reagierenden Ostrhauderfehner Keeper Hannes Stellamans. Kurz darauf landete ein abgefälschter Schuss von Feldmann an der Querlatte.

Als die Langholter auch die dritte Großchance in der 28. Minute gegen den mittlerweile gleichwertigen TSV nicht nutzten - Simon Fennen traf nach einer Hereingabe nach einem Solo des kaum zu bremsenden Feldmann aus kurzer Entfernung das Tor nicht - antwortete der Kreisliga-Absteiger mit einem Traumtor. Andreas Gerhardt nahm einen Diagonalpass in der Luft mit dem linken Fuß an und drosch ihn dann mit rechts volley aus 16 Metern zur Führung ins lange Eck.

Ostrhauderfehn bekam nun Oberwasser, konnte sich aber gegen die routinierte SG-Abwehr nicht entscheidend durchsetzen. Dafür machte der Titelverteidiger in der Schlussphase noch einmal Druck. In der ersten Minute der Nachspielzeit schoss Feldmann noch knapp vorbei, eine Minute später nutzte er einen dicken Abwehrpatzer zum Ausgleich. Michael Osteresch hatte kurz vor dem Abpfiff sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß, traf freistehend das Leder nach einer Hereingabe von Tim Menke aber nicht richtig.

Tore: 1:0 Gerhardt (30.), 1:1 Feldmann (45.+2).

SG Collinghorst/Rajen – TSV Ostrhauderfehn 3:0

Gegen das Team des Ausrichters war Ostrhauderfehn chancenlos. Nach einem Foul von Marc Neeland an Nichita Murovanii im Strafraum zeigte der souveräne Schiedsrichter Ralf Brinkmann (Flachsmeer) sofort auf den Punkt. Zvonimir Zivkovic scheiterte in der dritten Minute mit dem daraus resultierenden Elfmeter an TSV-Neuzugang Hannes Stellamans. Den Nachschuss jagte der Kroate weit über das Gehäuse.

Besser machte es Andre Haak in der 10. Minute. Nach einem flach ausgeführten Freistoß düpierte der Ex-Ostrhauderfehner die TSV-Abwehr mit einer schnellen Drehung und schloss mit einem Schuss ins lange Eck zur Führung ab. Die SG hielt den Druck hoch. Als der ballgewandete Murovanii in der 27. Minute von Maven Esders erneut im Strafraum von den Beinen geholt wurde, traf Sergej Maljutin vom Punkt zum 2:0.

Der Collinghorster Andre Haak vor seinem Führungstreffer gegen den TSV Ostrhauderfehn.
Der Collinghorster Andre Haak vor seinem Führungstreffer gegen den TSV Ostrhauderfehn.

Den Schlusspunkt setzte Falko Müller in der 38. Minute. Nachdem die Gästeabwehr den Ball nicht aus der Gefahrenzone bekam, wurde ein Schuss von Oliver Grünefeld zunächst geblockt, den Nachschuss verwandelte Falko Müller zum 3:0-Endstand. Trotz des Ausscheidens war Ostrhauderfehns Trainer Frank Flügge mit der Leistung seines Teams zufrieden. „Das Spiel gegen den SCR war das beste in der bisherigen Vorbereitung. Wenn wir zum Schluss nicht so unglücklich agiert hätten, wären wir im Turnier geblieben. In der zweiten Begenung hatten wir zwar keinen echten Torabschluss, haben aber im Aufbau gute Ansätze gezeigt“, sagte der Coach.

Tore: 1:0 Haak (10.), 2:0 Maljutin (27. Foulelfmeter), 3:0 Falko Müller (38.).

SG Rhauderfehn/Langholt – SG Collinghorst/Rajen 0:0

Im Abschlusspiel schalteten beide Teams in den Verwaltungsmodus. Der SCR machte das Spiel eng und ließ die schnellen Angreifer der Gastgeber nicht zur Entfaltung kommen. Gästekeeper Tobias Thamling wurde nicht einmal ernsthaft geprüft. Auf der genüberliegenden Seite musste auch Torhüter Maxim Popa nicht ernsthaft eingreifen. Einen Schuss von Tobias Feldmann parierte er mühelos, Distanzschüsse von Michael Osteresch und Matthias Tinnemeyer verfehlten ihr Ziel. Klaus Dieter Klün, Trainer der SG Collinghorst/Rajen, freute sich über den insgesamt souveränen Auftritt seines Teams. „Auch wenn noch einige Akteure fehlten, haben wir eine gute Spielanlage gezeigt und unangefochten das Halbfinale erreicht“, so Kluin.

SCR-Coach Dennis Drost war nur mit der zweiten Partie zufrieden. „Das haben die Jungs taktisch stark gemacht. In der Auftaktbegegnung haben wir zu viele Chancen liegen lassen“, sagte Drost.

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