Umfrage in Ostfriesland Unternehmen sehen Zukunft pessimistisch
Den ostfriesischen Firmen bereitet vor allem der Personalmangel Sorgen. Das ist eines der Ergebnisse der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage. Die Kammer fordert nun Impulse von der Politik.
Ostfriesland - Die Unternehmen in der Region bleiben weiterhin pessimistisch. Das ist das Ergebnis der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg. Die aktuelle Geschäftslage würden die Firmen besser bewerten als zunächst erwartet, doch die Zukunftsaussichten für die kommenden Monate würden in den Unternehmen überwiegend negativ gesehen, teilte die IHK am Montag mit. Der Konjunkturklimaindikator sei um drei Punkte auf nun 87 von 200 möglichen Punkten gesunken.
„Die Wirtschaft tritt auf der Stelle. Personalmangel, hohe Energie- und Rohstoffpreise, politische Rahmenbedingungen und inzwischen auch die Inlandsnachfrage bereiten den Betrieben Sorge und lassen sie pessimistischer in die Zukunft blicken“, sagte IHK-Präsident Dr. Bernhard Brons laut Mitteilung. „Nun ist es an der Politik, nachhaltig wirkende und überzeugende Impulse zu setzen, damit der Aufschwung gelingen kann.“
Fast jedes fünfte Unternehmen rechnet mit Personalabbau
Als größtes Risiko für die Geschäftsentwicklung sehen die Unternehmen laut IHK nun den Personalmangel. Dies hätten 71 Prozent der befragten Betriebe angegeben. Danach folgen wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen (64 Prozent), Energie- und Rohstoffpreise (63 Prozent), die Inlandsnachfrage (61 Prozent) sowie Arbeitskosten (58 Prozent).
Die Investitionsbereitschaft und die erwartete Anzahl der Beschäftigten hätten sich im Vergleich zum Vorquartal nicht nennenswert verändert, so die IHK: 73 Prozent der befragten Unternehmen (Vorquartal: 74 Prozent) würden mit einer in etwa gleichbleibenden Zahl der Beschäftigten rechnen, 18 Prozent (Vorquartal: 15 Prozent) mit einer fallenden, neun Prozent (Vorquartal: elf Prozent) mir einer steigenden Beschäftigtenzahl.