Palma de Mallorca  Mallorca-Urlaub 2023: Diese Dinge dürfen Sie als Tourist nicht tun

Maria Lentz
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Von Maria Lentz
| 06.07.2023 11:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Für den Sommer 2023 wird auf Mallorca ein neuer Besucherrekord erwartet. Die Baleareninsel hat vorgesorgt und einige neue Regeln eingeführt, um die Touristenmassen in Schach zu halten. Foto: dpa/Clara Margais
Für den Sommer 2023 wird auf Mallorca ein neuer Besucherrekord erwartet. Die Baleareninsel hat vorgesorgt und einige neue Regeln eingeführt, um die Touristenmassen in Schach zu halten. Foto: dpa/Clara Margais
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Tausende Deutsche zieht es diesen Sommer wieder nach Mallorca. Doch wer dort einen unbeschwerten Urlaub verbringen möchte, sollte einige Verhaltensregeln beachten – sonst könnten hohe Strafen drohen.

Sonne, Strand, Meer und Party – für viele der Inbegriff eines Mallorca-Urlaubs. Doch Vorsicht, auf einige Dinge sollten Touristen in diesem Jahr achten, wenn sie auf der vermeintlichen Lieblingsinsel der Deutschen ausspannen. Denn es gibt einige neue Vorschriften. Bei Missachtung kann es teuer werden.

In Spanien soll ein neues Anti-Raucher-Gesetz die Zahl der Raucherinnen und Raucher bis 2025 deutlich reduzieren. Auf Mallorca setzt die Regierung deshalb weiter auf das Rauchverbot auf Café- und Restaurantterrassen, das während der Corona-Pandemie verhängt wurde.

Zudem ist das Rauchen an einigen mallorquinischen Stränden untersagt – und es werden stetig mehr. Damit soll verhindert werden, dass umweltschädliche Zigarettenstummel den Sand verschmutzen. Zudem wolle die Regierung der Baleareninsel laut „Mallorca Zeitung“ für familienfreundliche, „gesunde“ Strände sorgen.

Es obliegt den Gemeinden, ob sie ihre Strandabschnitte rauchfrei machen. Wer trotz Verbot raucht, kann mit bis zu 2000 Euro Strafe belangt werden.

Um gegen sogenannte Sauftouristen und ihre öffentlichen Trinkgelage vorzugehen, wurde das bereits bestehende Alkoholverbot rund um die Ballermann-Partymeile in diesem Jahr ausgeweitet. Neu davon betroffen sind nun die Bierstraße, die Parallelstraße der Schinkenstraße (Carrer Missió des San Diego), der Carrer del Llaüt und die Meerespromenade (Carretera de s‘Arenal), wie die „Mallorca Zeitung“ berichtet.

In diesen Zonen darf kein Alkohol auf der Straße getrunken werden. Wer sich dennoch den ein oder anderen Schluck genehmigt, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 3000 Euro rechnen. In der Hauptsaison soll dort bis zum 1. Oktober vermehrt kontrolliert werden.

Ebenfalls im Kampf gegen den Sauftourismus, haben die Hoteliers an der Playa de Palma beschlossen, in diesem Sommer wieder einen Privatdetektiv einzusetzen. Das hat der kommissarische Vorsitzende des Hotelierverbandes der Playa (AHPP), José Antonio Fernández de Alarcón, in einem Interview des regionalen Senders IB3 mitgeteilt, wie die „Mallorca Zeitung“ berichtete.

Im vergangenen Jahr wurde diese Maßnahme das erste Mal ergriffen. Der Privatermittler habe innerhalb von nur neun Tagen 812 Verstöße mit Fotos und Videos dokumentiert. Da die Ortspolizei fast nie ermittle, wolle man dadurch nun selbst Anzeige erstatten.

Lesen Sie auch: „So schlimm war es noch nie“: Mallorca ertrinkt am Ballermann im Sauftourismus

Zu den Vergehen, die angezeigt werden könnten, gehören neben dem unerlaubten Alkoholkonsum unter anderem Lärmbelästigung, Urinieren im öffentlichen Raum, das Werfen von Gegenständen – etwa Bierdosen –, Prügeleien und Diebstähle.

An zwei Orten kann das Baden bei roter Flagge richtig teuer werden. Betroffen sind – wie bereits im Vorjahr – die Strände des beliebten Urlaubsortes Can Picafort sowie die Playa de Muro in der Bucht von Alcúdia, wie unter anderem der ADAC berichtet.

Die Fahne zeigt an, dass es gerade lebensgefährlich ist, ins Wasser zu gehen. Wer sie missachtet, kann eine Geldstrafe von bis zu 2500 Euro kassieren.

Neben dem Badeverbot bei roter Flagge, darf man zudem weder am Strand übernachten noch ein Lagerfeuer machen. Auch den Sand als Souvenir mitzunehmen, kann eine Strafe nach sich ziehen. Besonders teuer wird zuweilen Sex am Strand. Hier können bis zu 3000 Euro fällig werden.

Ein weiteres kurioses Detail: Wer Handtücher mit anzüglichen Motiven besitzt, sollte sie wohl besser nicht mit nach Mallorca bringen. Denn die Polizei in Palma sieht sie nicht gerne, wie das Reisemagazin „Reisereporter“ schreibt.

Im Strandurlaub kleidet man sich gerne nur mit Bikini oder Badehose. Doch das ist an vielen Orten auf Mallorca nicht erwünscht. Wer barfuß oder oberkörperfrei beispielsweise in ein Restaurant möchte, wird höchstwahrscheinlich abgelehnt – selbst in den Clubs der Playa de Palma.

Bereits 2022 ist eine Kleiderordnung eingeführt worden, die auch dieses Jahr weiterhin gilt, wie die „Mallorca Zeitung“ informiert. Verpönt sind demnach auch ärmellose Shirts, Verkleidungen, Accessoires, die bei den Straßenhändlern gekauft wurden, Goldketten, Fußballtrikots sowie Mützen mit Blinklichtern.

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