Ostfriesland-Cup geht weiter SV Holtland zieht mit neuem Trainer ins Viertelfinale ein
Im Achtelfinale feierte die Mannschaft von Stefan Marx einen 1:0-Sieg beim Ostfrieslandligisten FC Loquard. Matchwinner war ein Neuzugang. Und in der 80. Minute gab es nach einem Foul Aufregung.
Loquard - Der Ostfriesland-Cup 2023 ist ist bisher ein „1:0“-Cup. Nach dem 1:0-Überraschungssieg von Bezirksligist SF Larrelt beim Titelverteidiger GW Firrel am Sonntagabend endete auch das zweite Achtelfinale des hoch dotierten Vorbereitungsturnieres am Montag mit dem knappsten aller Resultate. Diesmal setzte sich mit Bezirksligist SV Holtland aber der Favorit beim erstmals mitspielenden Ostfrieslandligisten FC Loquard durch und reist nun im Viertelfinale nach Larrelt. Das wollen auch Bezirksliga-Rückkehrer Blau-Weiß Borssum und Bezirksliga-Spitzenteam TV Bunde erreichen. Dieses Achtelfinale wird am Dienstagabend um 19.30 Uhr im Borssumer Emsstadion angepfiffen.
Nach dem 0:6 im Testspiel gegen die A-Junioren des SV Meppen (Bundesliga) in Scharrel stand Stefan Marx als neuer Holtland-Trainer in der Krummhörn zum zweiten Mal an der Seitenlinie. Er hatte im Sommer nach 17 Jahren Jörn Janssen – den „Volker Finke Ostfrieslands“ – beerbt. Marx freute sich nach 97 gespielten Minuten über das Weiterkommen. „Ich denke, dass der Sieg verdient ist. Wir hätten zur Pause höher als 1:0 führen können, auch wenn Loquard uns das Leben schwer gemacht hatte“, meinte der frühere DDR-Jugend- und Olympiaauswahlnationalspieler. Der Leeraner hatte zuletzt viele Jahre im Nachwuchs des SV Meppen gearbeitet.
Busemann wird gefoult und trifft
Der Bezirksligist übernahm vor 250 Zuschauern mit dem Anpfiff die Spielkontrolle, Loquard wählte eine defensive Ausrichtung und setzte auf Nadelstiche. Dabei hatte in der ersten Halbzeit aber nur Timo Artmann einen solchen Moment, der Ball ging knapp am Tor vorbei (17.).
So war die Pausenführung der Gäste verdient, die durch Steffen Busemann nach neun Minuten die Latte trafen. Der Neuzugang von Oberliga-Absteiger Blau-Weiß Papenburg, der aus dem Rheiderland stammt, war dann auch maßgeblich für das 0:1 verantwortlich. Erst wurde er elfmeterreif gefoult, dann verwandelte er selbst den Strafstoß zur Führung (19.). Ein Kopfball für Tobias Slink und eine Doppelchance von Timo Weerts waren weitere Chancen.
Loquard wird mutiger
Nach der Pause kamen lange keine mehr dazu, weil Loquard nun offensiver agierte. „Wir haben das Spiel in der zweiten Halbzeit ausgeglichener gestaltet. Da haben wir mutiger agiert“, sagte FC-Trainer Andreas Ysker. Torjäger David Kloos besaß zu Beginn der zweiten Halbzeit die größte Chance zum Ausgleich, vergab aber die aussichtsreiche Gelegenheit.
Spieldaten
Loquard: Meinen; F. Harberts (85. Eurich), M. Harberts (46. Wolthoff), Artmann, Tammeus, Thiele, Mudder, Folkerts (64. Hoogestraat), Knöner, Frerichs, Kloos (64. Davids)
Holtland: Buß; Schrock-Opitz, Krause (61. Jünke), Weerts (61. Diemel), Yobouet, Busemann (93. Stöter), Hoffmann (92. Holtz), Balzen (61. Janssen), Knoop, Voronin, Schlink
Tore: 0:1 Busemann (Foulelfmeter, 19.)
In der 80. Minute landete ein Freistoß von Loquards Kai Tammeus aus 18 Metern knapp über der Latte. Die Gastgeber forderten nach dem Foul auch eine Rote Karte, sahen eine Notbremse. „Das war sicherlich eine 50-zu-50-Szene“, meinte Stefan Marx. Die Gastgeber bewerteten die Szene noch klarer.
In der siebten Minute der Nachspielzeit hätte Simon Stöter noch das 0:2 erzielen können. Tat er nicht, das war aber auch nicht schlimm. Denn direkt danach erfolgte der Abpfiff des zweiten 1:0-Spieles im zweiten Achtelfinale.